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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie
PNE leidet unter niedrigem Windaufkommen
Der Cuxhavener Erneuerbare-Energien-Konzern PNE hat im ersten Halbjahr 2025 unter schwachen Windverhältnissen zu Beginn des Jahres gelitten. Unter dem Strich wuchs der Verlust.
Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 22 Prozent auf 73,9 Millionen Euro. Die Gesamtleistung, also der Umsatz plus erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Leistungen, lag mit 174 Millionen Euro leicht unter den 175 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Leichtes Plus bei Solar-Pipeline
Allerdings machten sich die schlechten Windverhältnisse des ersten Quartals im Ergebnis bemerkbar. Auch wenn der Wind im zweiten Quartal im Rahmen der Erwartungen lag, konnte er die sehr schwachen ersten drei Monate nicht ausgleichen. Die Stromproduktion der eigenen Windparks war also niedriger als geplant – mit entsprechenden Auswirkungen auf das Ergebnis.
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Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im ersten Halbjahr 2025 bei minus 14 Millionen Euro, womit sich das Defizit gegenüber dem Vorjahr rund verdoppelte. Unter dem Strich stieg der Verlust von 20 Millionen Euro im Vorjahr auf 30,5 Millionen Euro.
"Für die zweite Jahreshälfte sind wir sehr zuversichtlich", so PNE-Chef Heiko Wuttke. "Bei vielen Projekten in Deutschland und auf den internationalen Märkten befinden wir uns in der Schlussrunde der Verkaufsgespräche. Wir werden, wie geplant, die Projektverkäufe in Deutschland, Polen und Frankreich abschließen."
Die Gesamtpipeline der PNE-Gruppe erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2024 leicht von 18,9 GW auf 19,0 Gigawatt (GW). Während der Umfang bei Windenergieprojekten sowohl an Land als auch auf See stagnierte, gab es bei der Solar-Pipeline ein leichtes Plus.
Das Eigenbetriebsportfolio, also der Umfang der Anlagen, die PNE selbst besitzt und mit deren Strom das Unternehmen Geld verdient, wuchs in den ersten sechs Monaten 2025 auf rund 491 Megawatt (MW). Damit "erreicht die PNE-Gruppe weitere wichtige Meilensteine auf ihrem Weg zu einem bedeutenden unabhängigen Stromerzeuger", so das Unternehmen.
Aktie nur für Risikofreudige
Im Xetra-Handel ist die PNE-Aktie aktuell 0,36 Prozent im Minus zum Vortag und kostet 14,50 Euro (Stand: 14.8.2025, 9:05 Uhr). Im Monatsvergleich verlor die Aktie 5,1 Prozent, auf Jahressicht stieg der Kurs um 2,5 Prozent.
PNE betont zwar den "Weg zu einem bedeutenden unabhängigen Stromerzeuger" als Ziel. Das Unternehmen hat seine Konzernstrategie in diesem Jahr aber nach eigenen Angaben "beträchtlich verändert", weil die Kreditzinsen stark gestiegen und die Strompreise deutlich gesunken sind. Das Unternehmen will nun mehr Anlagen verkaufen und seinen Anlagenbestand im Eigenbetrieb weniger stark ausbauen. Bis Ende 2027 will PNE daher nur noch ein Eigenbetriebsportfolio von etwa 1,1 GW im Betrieb oder Bau erreichen. Zuvor lag das Ziel bei 1,5 GW.
Gleichzeitig schreibt PNE noch immer rote Zahlen. Der Kurs schwankte in den letzten Jahren stark, auch wenn er in den letzten sechs Monaten um 20 Prozent zulegte. ECOreporter sieht die PNE-Aktie wegen der schwachen Margen weiterhin nur als Option für risikobereite Anlegerinnen und Anleger mit langem Atem. Profi-Investoren, sogenannte Shortseller, wetten bei PNE zudem auf sinkende Kurse – das kann die Aktie zusätzlich unter Druck setzen.
PNE AG Aktie: ISIN DE000A0JBPG2 / WKN A0JBPG
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