Infineon wird zehn Jahre lang Windstrom von PNE beziehen. / Foto: PNE

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

PNE schließt Stromliefervertrag mit Infineon

Der Cuxhavener Erneuerbare-Energien-Konzern PNE hat mit dem Chiphersteller Infineon einen langfristigen Stromliefervertrag (Power Purchase Agreement, PPA) über den Bezug von Grünstrom abgeschlossen. Zwei Windparks sollen vier Standorte des Technologieunternehmens aus Neubiberg bei München versorgen.

Die Windparks "Schlenzer" und "Kittlitz III" in Brandenburg sollen demnach in den nächsten zehn Jahren ihren Strom an die Infineon-Standorte in Dresden, Warstein, Regensburg und München/Neubiberg liefern. Die Parks verfügen laut PNE über eine Gesamtleistung von 24 Megawatt und können damit während der Laufzeit etwa 550 Gigawattstunden (GWh) grünen Strom bereitstellen. Das würde theoretisch zur Versorgung von etwa 16.000 Haushalten für zehn Jahre reichen.

"Erfolg in einem herausfordernden Marktumfeld"

Der Vertrag wurde "in einem herausfordernden Marktumfeld abgeschlossen, in dem Industrieabnehmer wie auch Grünstromproduzenten einer zunehmenden Volatilität und Unsicherheit gegenüberstehen", so PNE in einer Pressemitteilung. Allerdings sei das Geschäft gleichzeitig der Beweis, dass die Industrie weiterhin am Abschluss von PPAs interessiert sei. Unternehmen könnten sich dadurch in einem unsicheren Markt langfristig sauberen Strom zu planbaren Konditionen sichern.

Lesen Sie auch die zweiteiligen ECOreporter-Übersichten zu Windaktien und zu Halbleiter-Aktien.

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Die PNE-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 1,8 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 11,24 Euro (Stand: 16.10.2025, 9:12 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 18 Prozent an Wert eingebüßt, auf Jahressicht ist sie 6,3 Prozent im Minus.

PNE hat im ersten Halbjahr 2025 unter schwachen Windverhältnissen gelitten. Das Unternehmen schreibt rote Zahlen und will seinen Anlagenbestand im Eigenbetrieb mittlerweile weniger stark ausbauen als lange geplant. Obwohl PNE sich in seinen Mitteilungen stets sehr optimistisch gibt, ist ECOreporter skeptisch bei dem Unternehmen. Defensiven Anlegerinnen und Anlegern rät die Redaktion vom Einstieg ab. Bestimmte Profi-Investoren, sogenannte Shortseller, wetten bei PNE zudem auf sinkende Kurse – das kann die Aktie zusätzlich unter Druck setzen.

Die Infineon-Aktie notiert auf der Handelsplattform Xetra aktuell bei 32,45 Euro und damit 0,2 Prozent im Minus zum gestrigen Mittwoch (Stand: 16.10.2025, 10:10 Uhr). Auf Monatssicht gab der Kurs 3,5 Prozent nach, im Jahresvergleich stieg er um 7,3 Prozent.

Infineon hatte nach dem dritten Quartal seine Prognose und seine Investitionsziele für das Ende September abgeschlossene, aber noch nicht abgerechnete Geschäftsjahr 2024/25 gesenkt. ECOreporter berichtete hier. Die Nachfrage im wichtigen Geschäft mit Autoherstellern erholt sich langsamer als erhofft. Seit dem Jahrestief im April hat die Aktie zwar deutlich an Wert gewonnen, schwankte zuletzt aber wieder. Infineon selbst tut sich schwer damit zu sagen, wann eine deutliche Verbesserung der Geschäfte eintreten kann.

ECOreporter sieht weiter Potenzial für Infineon. Ein Lichtblick sind vor allem die weiter soliden Margen. Ein Risiko bleibt die Abhängigkeit des Konzerns vom chinesischen Markt. Infineon erzielt ungefähr ein Drittel seines Umsatzes in China, und die chinesische Regierung drängt einheimische Unternehmen dazu, künftig möglichst viele Halbleiter selbst zu fertigen – auch im für Infineon wichtigen Automobilbereich.

Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie ist mit 32 für das Geschäftsjahr 2024/25 hoch. Für das gerade angelaufene neue Geschäftsjahr liegt das erwartete KGV bei moderateren 21. Wer aktuell einsteigen will, braucht einen langen Atem.

PNE AG Aktie:  ISIN DE000A0JBPG2 / WKN A0JBPG

Infineon Technologies AG:  ISIN DE0006231004 / WKN 623100

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