Siemens-Zentrale in München. / Foto: Unternehmen

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Siemens verkauft Flender für 2 Milliarden Euro

Siemens treibt den Konzernumbau voran und verkauft seine auf Antriebstechnik spezialisierte Tochter Flender. Kann das den Abwärtstrend der Aktie stoppen?

Neuer Besitzer von Flender wird die US-Investmentgesellschaft Carlyle, die dafür 2,025 Milliarden Euro an Siemens zahlt. Die Transaktion soll in der ersten Jahreshälfte 2021 abgeschlossen werden und muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Bei Flender arbeiten weltweit ungefähr 8.600 Menschen. Im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr 2020 lag der Umsatz von Flender laut Siemens bei etwa 2,2 Milliarden Euro.

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Siemens will sich in Zukunft ganz auf seine Sparten Digitalisierung, Automatisierung und Infrastruktur konzentrieren. Ende September hatte der Münchener Konzern seine Energietochter Siemens Energy als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht (ECOreporter berichtete hier). Zu Siemens Energy gehört auch der Windanlagenbauer Siemens Gamesa.

Die Siemens-Aktie notiert heute Morgen im Tradegate-Handel mit einem Kurs von 100,78 Euro knapp 0,2 Prozent zum Vortag im Plus (Stand 30.10.2020, 9:13 Uhr). Zuletzt hatte sich die Aktie schwach entwickelt: Auf Monatssicht liegt sie 7,3 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 4,4 Prozent an Wert verloren.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2020 von 20 ist die Siemens-Aktie momentan moderat bewertet. Ob der Konzernumbau sich in finanzieller Hinsicht auszahlen wird, ist aber ungewiss. ECOreporter empfiehlt die Aktie derzeit nur risikofreudigen Anlegerinnen und Anlegern.

Siemens ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Dividendenkönige. Zum ausführlichen Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

Siemens AG: ISIN DE0007236101 / WKN 723610

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