Der Solar-Maschinenbauer Singulus steckt nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2020 in finanziellen Schwierigkeiten. / Foto: Singulus

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Singulus: Jahresabschluss 2020 verzögert sich erneut

Der Jahresabschluss 2020 des Maschinenbauers Singulus ist längst überfällig. Doch das Unternehmen aus Kahl am Main hat weiterhin Probleme, ein Testat für den Bericht zu erhalten.

In einer Pflichtmeldung teilt Singulus mit, dass sich die Veröffentlichung des Jahresfinanzberichts erneut verzögert. Das Unternehmen war zuletzt davon ausgegangen, den Bericht bis 23. Mai abliefern zu können. Jetzt plant Singulus mit einer Veröffentlichung am 30. Mai. Voraussetzung für den Abschluss des Berichts sei weiterhin die rechtzeitige Erteilung des Testats durch die zuständige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Diese Freigabe sei, wie Singulus im April bekannt gab, nach wie vor „maßgeblich an den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen über einen Betriebsmittelkredit gebunden“.

Anfang Dezember 2021 hatte das Management einen neuen Kreditvertrag über 4 Millionen Euro unterzeichnet. Singulus sah damit „eine weitere wichtige Voraussetzung für die Erteilung des Testats für das Geschäftsjahr 2020 erfüllt, da das Vorgehen mit dem zuständigen Abschlussprüfer inhaltlich abgestimmt ist“.

Um das Fortbestehen des Unternehmens zu sichern, ist nach Angaben von Singulus aber zusätzlich zu dem 4-Millionen-Kredit „die Bereitstellung einer unbesicherten Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von bis zu 10 Millionen Euro erforderlich“.

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Singulus steckt nach hohen Verlusten im Geschäftsjahr 2020 und in den ersten drei Quartalen 2021 in finanziellen Schwierigkeiten (mehr dazu lesen Sie hier). Im Frühjahr 2021 konnte das Unternehmen Zinsen und Rückzahlungen seiner Anleihe 2016/2021 nicht fristgerecht leisten und erhöhte deshalb die Laufzeit der Anleihe bis 2026, bei geringeren Zinsen (ECOreporter berichtete hier). Zum 30. September 2021 wies Singulus bei einer Bilanzsumme von 76 Millionen Euro ein negatives Eigenkapital von 42,7 Millionen Euro aus.

Im Februar 2022 hat die deutsche Finanzaufsicht BaFin Singulus mit 220.000 Euro Zwangsgeld gedroht, falls das Unternehmen seinen Berichterstattungspflichten weiterhin verspätet nachkommt.

Die Singulus-Anleihe 2016/2021 steht an der Frankfurter Börse derzeit bei 65,45 Prozent ihres Nennwertes (Stand 17.5.2022, 20:01 Uhr). Die Aktie des Unternehmens kostet im Tradegate-Handel 3,77 Euro (Stand 18.5.2022, 8:21 Uhr). Auf Monatssicht hat die Aktie 6,4 Prozent verloren, im Jahresvergleich liegt sie 26 Prozent im Minus. Auf drei Jahre gesehen ist der Kurs um 61 Prozent gesunken.

Wegen der anhaltenden Margenprobleme und der unklaren Entwicklung des Unternehmens rät ECOreporter weiterhin davon ab, in die Aktie oder die Anleihe zu investieren.

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Lesen Sie auch: Das sind die besten Solaraktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnen kann

Singulus Technologies AG Aktie: 

Singulus Technologies AG Anleihe 2016/2021: ISIN DE000A1681X5 / WKN A1681X

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