Die Meyer Burger-Aktie hat in den letzten Monaten extrem von der Geschäftsumstellung des Unternehmens profitiert. / Foto: Meyer Burger

  Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie

Solarkonzern Meyer Burger schließt langfristigen Vertrag mit Zulieferer

Der Schweizer Solarmodulhersteller Meyer Burger hat mit dem norwegischen Waferproduzenten NorSun einen langfristigen Liefervertrag geschlossen. Wafer sind aus Siliziumblöcken gesägte dünne Scheiben, die zur Herstellung von Solarzellen benötigt werden.

Der Vertrag mit NorSun sieht Meyer Burger zufolge kontinuierlich steigende Abnahmemengen vor, orientiert am geplanten Ausbau der Wafer-Produktionskapazitäten von NorSun. Meyer Burger will damit insbesondere die Unabhängigkeit seiner europäischen Lieferketten stärken.

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Zudem soll der verstärkte Einsatz von Solarwafern aus europäischer Produktion den CO2-Fußabdruck der Solarmodule von Meyer Burger weiter senken. NorSun verwendet für die energieintensive Herstellung seiner Wafer eigenen Angaben zufolge umweltfreundlichen und kostengünstigen Strom, vorrangig aus Wasserkraft.

Meyer Burger will bis 2024 bei der Solarzellen-Fertigung eine jährliche Kapazität von 3 Gigawatt erreichen. Widerstandsfähige Lieferketten seien dafür von entscheidender Bedeutung, so das Unternehmen.

Aktie bleibt riskant

Am Handelsplatz Lang & Schwarz ist die Meyer Burger-Aktie aktuell 0,7 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 0,70 Euro (Stand: 8.2.2023, 10:54 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 26,9 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sie 138,7 Prozent an Wert gewonnen.

Anlegerinnen und Anleger sollten sich von den hohen Kursgewinnen nicht täuschen lassen: Ein Investment in die Meyer Burger-Aktie bleibt weiterhin sehr riskant. Ob das Unternehmen mit seinen hochpreisigen Produkten dauerhaft neben der deutlich günstigeren Konkurrenz aus Asien bestehen kann, wird sich erst noch zeigen müssen.

Außerdem ist die Aktie schon seit Jahren ein sogenannter Pennystock, ein Wertpapier, das unter 1 Euro gehandelt wird und damit anfällig für Spekulationen ist. Starke Wertschwankungen sind hier keine Seltenheit. ECOreporter sieht zwar Potenzial bei Meyer Burger, defensiven Anlegerinnen und Anlegern rät die Redaktion aber weiterhin von einem Einstieg ab.

Investoren aus EU-Ländern müssen zudem beachten: Wie bei allen Schweizer Wertpapieren ist auch der Kauf und Verkauf von Meyer Burger-Aktien seit Sommer 2019 nur noch über außerbörsliche Handelsplätze möglich und damit umständlicher und unter Umständen auch teurer als der Handel an einer Börse. Grund ist ein Streit zwischen der EU und der Schweiz – mehr dazu erfahren Sie hier.

Lesen Sie auch das ECOreporter-Interview mit Meyer Burger-Chef Gunter Erfurt. Einen Überblick über den Solarsektor erhalten Sie mit dem ECOreporter-Dossier Das sind die besten Solaraktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Meyer Burger Technology AG: ISIN CH0108503795 / WKN A0YJZX

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