Grüne Geldanlage lohnt sich – auch, wenn es um die Rendite geht. / Foto: Pixabay

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Studie: Nachhaltige Fonds leben länger und erfolgreicher

Nachhaltige Fonds schneiden besser ab als traditionelle Fonds und werden seltener geschlossen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Fondsratinggesellschaft Morningstar.

Demnach übertrafen auf Sicht von zehn Jahren fast 60 Prozent der grünen Fonds die klassische Konkurrenz. Über denselben Zeitraum überlebten zudem 72 Prozent der nachhaltigen Produkte, während es bei den traditionellen nicht einmal 46 Prozent waren.

Ausgewertet wurden für die Studie 4.900 aktive und passive Fonds aus Europa, 745 davon investieren nach ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung). Als nachhaltig wurden die Fonds gewertet, die explizit einen entsprechenden Ansatz verfolgen – vage Ausschlusskriterien zählten laut Morningstar nicht.

Bewertet wurden auch Fonds, die liquidiert oder verschmolzen wurden. Herkömmliche Produkte, die in nachhaltige umgewidmet wurden, schlossen die Analysten ab der Umstellung ein. Die Studie geht über ein, drei, fünf und zehn Jahre per Ende 2019 und betrachtet auch das Abschneiden im Corona-Crash.

Zwar schränken die Experten ein, dass die Zahl der ESG-Fonds über längere Zeiträume recht klein sei. Doch auch über kürzere Zeiträume liege der Vorteil eindeutig bei den grünen Anlagen. Über ein, drei und fünf Jahre liege die Erfolgsquote nachhaltiger Fonds im Schnitt um die 65 Prozent. Auch während des Corona-Crashs schnitten die grünen Fonds demnach besser ab.

Interessant ist auch der Blick auf die Kosten: Die besten Ergebnisse lieferten die ESG-Fonds mit den geringsten Kosten ab. Morningstar sieht damit frühere Ergebnisse bestätigt.

Lesen Sie hier mehr über lohnende grüne Investments und was nachhaltige Anleger in der Corona-Krise tun können.

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