Die TSMC-Aktie hat auf fünf Jahre gesehen 128 Prozent an Wert gewonnen. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

Taiwan Semiconductor investiert 40 Milliarden Dollar in den USA

Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor (TSMC) verdreifacht seine Investitionen in den USA. Der taiwanesische Konzern reagiert damit auch auf Bestrebungen der Biden-Regierung, mehr wichtige Güter im Inland produzieren zu lassen.

TSMC baut derzeit im Bundesstaat Arizona für 12 Milliarden US-Dollar seine erste Halbleiter-Fabrik in den USA. Ab 2024 sollen dort Chips mit einer Strukturbreite von vier Nanometern gefertigt werden, einer der Hauptabnehmer ist der iPhone-Konzern Apple.

Am Dienstag dieser Woche kündigte TSMC an, bis 2026 ein zweites Halbleiterwerk in den US zu errichten. Dort sollen noch effizientere Drei-Nanometer-Chips produziert werden.

Die USA locken mit Subventionen und drohen mit Handelssanktionen

Mit den Standorten in den USA sichert sich TSMC einen weiterhin ungehinderten Zugang zum wichtigsten Technologiemarkt der Welt. Denn die US-Regierung übt derzeit verstärkten Druck auf einheimische und ausländische Unternehmen aus, zukunftsträchtige Produkte wie Halbleiter oder Elektroautos in Amerika herzustellen. Präsident Biden hat dazu das 53 Milliarden Dollar schwere Subventionsprogramm „Chips and Science Act“ aufgelegt. Die USA wollen damit ihre Abhängigkeit insbesondere von chinesischen Technologielieferanten verringern und zudem Industriearbeitsplätze zurück ins eigene Land holen. Zu den politischen Maßnahmen gehört auch ein Exportverbot von technologischen Schlüsselprodukten nach China.

Insgesamt will TSMC in den nächsten Jahren 40 Milliarden Dollar in den USA investieren – genauso viel wie der US-Rivale Intel, der neue Fabriken in Arizona und Ohio baut.

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