Vestas kann seine Margen wieder leicht verbessern, das Unternehmen verlässt die Verlustzone. / Foto: Vestas

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Vestas gelingt Rückkehr in die Gewinnzone, Aktie legt zu

Der dänische Windkraftanlagen-Hersteller Vestas hat im ersten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der ECOreporter-Aktien-Favorit bestätigte für das Gesamtjahr als wichtigstes Ziel, profitabler zu werden. Wie aussichtsreich ist die Aktie?

Bei einem Umsatz von 2,8 Milliarden Euro erzielte Vestas zwischen Januar und März einen Nettogewinn von 16 Millionen Euro. Im Vorjahr war im selben Zeitraum noch ein Verlust von 765 Millionen Euro angefallen.

Marge soll sich 2023 verbessern

Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 40 Millionen Euro. Das entspricht einer EBIT-Marge von 1 Prozent. Vor einem Jahr stand bei negativer EBIT-Marge noch ein operativer Verlust von 329 Millionen Euro zu Buche.

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Die operative Marge soll 2023 zwischen minus 2 und plus 3 Prozent liegen, im Vorjahr waren es minus 8 Prozent. Wie die gesamte Branche der Windturbinenbauer leidet Vestas seit gut einem Jahr unter Lieferkettenproblemen und hohen Kosten und muss momentan noch viele unrentable Aufträge abarbeiten.

Vestas zeigt sich mit den neuen Zahlen aber einmal mehr als gesündestes Unternehmen der Branche. Der Hamburger Konkurrent Nordex etwa verzeichnete zum Jahresauftakt einen Rückgang der Aufträge und musste seine Prognose für das Gesamtjahr bereits senken. Während Nordex vermutlich kein operativer Gewinn gelingen wird, ist bei Vestas ein Nettogewinn auch für das Gesamtjahr denkbar.

An der Börse kamen die Vestas-Zahlen gut an: Im Tradegate-Handel ist die Aktie aktuell 2,8 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 26,69 Euro (Stand: 10.5.2023, 10:43 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie 3,1 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 30 Prozent an Wert gewonnen.

Langfristig weiter gute Aussichten

Die Vestas-Aktie ist aktuell zwar mit Risiken behaftet, nach Einschätzung von ECOreporter kann sich ein langfristig ausgerichtetes Investment aber weiterhin auszahlen. Die Redaktion war auch im schwierigen Geschäftsjahr 2022 davon ausgegangen, dass sich die vor der Corona-Krise soliden Vestas-Margen wieder erholen werden - dies scheint sich aktuell zu bestätigen. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt derzeit bei vertretbaren 2.

Wer Vestas-Aktien lange hält, steht auch weiterhin gut da: Auf fünf Jahre betrachtet ist der Kurs um knapp 130 Prozent gestiegen. Seit der ECOreporter-Empfehlung im März 2020 hat sich der Kurs ungefähr verdoppelt. Seit Oktober 2022 ist die Aktie nach einer längeren Verlustphase wieder auf Erholungskurs.

Vestas Wind Systems A/S: ISIN DK0061539921 / WKN A3CMNS

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