Vestas ist Weltmarktführer bei der Windenergie an Land – und nimmt nun auch das Offshore-Geschäft ins Visier. / Foto: Unternehmen

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Vestas steigert 2020 Umsatz – Ergebnis und Marge geben nach

Der dänische Windradbauer Vestas konnte seinen Umsatz 2020 steigern, auch das Volumen an installierter Leistung ist deutlich gewachsen. Bei Ergebnis und Marge macht sich die Corona-Krise allerdings bemerkbar. Wie reagiert die Aktie?

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Der Umsatz von Vestas lag im Geschäftsjahr 2020 bei 14,8 Milliarden Euro gegenüber 12,8 Milliarden Euro 2019. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag allerdings nur bei 698 Millionen Euro und blieb damit hinter dem Vorjahr (1 Milliarde Euro) zurück.

Auch die EBIT-Marge sank deutlich von 8,3 auf 5,1 Prozent. Als Grund nannte das Unternehmen vor allem höhere Rückstellungen aufgrund der Corona-Krise.

Der Wert des kombinierten Auftragsbestands stieg deutlich von 34 auf 43 Milliarden Euro, da das Offshore-Geschäft aus der Übernahme des Joint Ventures Mitsubishi Heavy Industries nun enthalten ist. 2020 lieferte Vestas Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 17 Gigawatt neu aus, ein Anstieg um 34 Prozent im Vergleich zu 2019.

Im immer wichtiger werdenden Servicegeschäft wuchs der Umsatz um 10 Prozent, die EBIT-Marge lag bei 28 Prozent.

Höhere Dividende geplant

"Wir haben unsere revidierte Prognose bei allen Parametern erfüllt und sind führend in der Branche bei Umsatz, Auftragseingang und Profitabilität, obwohl COVID-19 alle Teile unserer Wertschöpfungskette betrifft", sagte Vorstandschef Henrik Andersen laut einer Erklärung.

Für das Geschäftsjahr 2020 plant Vestas, die Dividende von 1,07 Euro auf 1,14 Euro je Aktie zu erhöhen.

Für 2021 erwartet Vestas einen Umsatz zwischen 16 und 17 Milliarden Euro, einschließlich der Service-Erlöse, die um ca. 15 Prozent wachsen sollen. Vestas erwartet eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 6 bis 8 Prozent, mit einer Service-EBIT-Marge von circa 24 Prozent.

Das Unternehmen rechnet für 2021 mit Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von etwa 3 Prozent des Umsatzes und Sondereffekten in Höhe von circa 100 Millionen Euro im Zusammenhang mit der Integration des Offshore-Geschäfts in die Vestas-Organisation. Der Konzern kündigt zudem an, eine 15-Megawatt-Offshore-Windturbine auf den Markt zu bringen, seine bisher größte, um künftig auch den Offshore-Markt zu dominieren.

Kursrücksetzer als Chance

Im Xetra-Handel ist die Vestas-Aktie aktuell 2,2 Prozent im Minus und steht bei 168,80 Euro (Stand: 10.2.2021, 9:50 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 18,3 Prozent an Wert verloren, auf Jahressicht ist sie 78,7 Prozent im Plus.

Die Aktie musste zuletzt einige Kursrücksetzer hinnehmen, die allerdings vor dem Hintergrund der langen Rallye im Vorfeld als gesund anzusehen sind. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für das Geschäftsjahr 2020 von 36 ist die Vestas-Aktie zwar weiterhin kein Schnäppchen. Aber: Wenn es ein Anlagenbauer schafft, langfristig Gewinne in der Windbranche zu erwirtschaften, dann ist es Vestas. Bei den derzeitigen Kursverlusten können sich daher Einstiegsgelegenheiten ergeben.

Vestas ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

Welche Windaktien ECOreporter derzeit empfiehlt, lesen Sie in unserem Branchenüberblick Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Vestas Wind Systems A/S:

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