Welche börsennotierten Hersteller von Akkus für Elektroautos sind lohnende und auch nachhaltige Investments? / Foto: Pixabay

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Batterien für Elektromobilität: Wie gut sind die Aktien von Samsung SDI und Varta?

Die Verkehrswende ist in vollem Gange. Nicht nur Elektroautobauer, auch Batteriehersteller rücken verstärkt in den Fokus. ECOreporter analysiert regelmäßig Aktien solcher Firmen und schätzt ihre Aussichten und Nachhaltigkeit ein. Heute: Samsung SDI und Varta.

Wenn es um die Nachhaltigkeit geht, stehen Elektroauto-Akkus meist schon unabhängig vom Hersteller in der Kritik. Nicht ohne Grund: In den derzeit gängigen Lithium-Ionen-Batterien ist beispielsweise Kobalt enthalten. Das Schwermetall wird überwiegend in der Demokratischen Republik Kongo gewonnen – teilweise in von Kriminellen betriebenen, illegalen Minen und durch Kinderarbeit. Umweltschutz gibt es dort so wenig wie Arbeitnehmerrechte. Hinzu kommt die energieintensive Herstellung der Akkus.

Autobauer und Forscher arbeiten an Verbesserungen

So gibt etwa Volkswagen zu, dass man zwar hohe Umwelt- und Sozialstandards anstrebe und insbesondere Menschenrechtsverletzungen aus der Lieferkette ausschließen will. Allerdings könne der Konzern nicht zu 100 Prozent gewährleisten, "dass unsere Anforderungen auch über unsere direkten Lieferanten hinaus bis zu den Minen erfüllt werden". Der Grund: Die Überprüfung der gesamten Lieferkette sei "eine sehr komplexe Aufgabe". Aktuell bezieht Volkswagen ausschließlich fertige Batteriezellen. Zwischen dieser fertigen Batterie und der Mine lägen aber "bis zu acht Verarbeitungsstufen und Zwischenlieferanten, was die Lieferkette intransparent macht".

Ändern soll das im Fall des Wolfsburger Autobauers eine Initiative namens „Drive Sustainability“, die Volkswagen mitbegründet hat und zu der etwa auch BMW, der US-Autobauer Ford und Toyota aus Japan gehören. Diese Konzerne haben 16 Rohstoffe wie Lithium und Kobalt identifiziert, die ein erhöhtes Risiko für Verletzungen der Nachhaltigkeitsanforderungen aufweisen. Ziel sei es nun, "die vorgelagerte Lieferkette bei diesen Rohstoffen bis zum Abbau zu verfolgen, alle Lieferanten zu identifizieren und Nachhaltigkeitsrisiken aufzudecken". Anschließend sollen Maßnahmen ergriffen werden, um Misstände zu beheben und "bessere Umwelt- und Sozialstandards über die gesamte Lieferkette hinweg durchzusetzen".

Und: Anders als beim Verbrennungsmotor gibt es bei den Akkus noch viel Optimierungspotenzial. Mittelfristig werden Batterien entwickelt werden, die ohne seltene oder teure Rohstoffe wie Kobalt, Kupfer, Nickel und sogar Lithium auskommen. Natrium-Ionen-Akkus etwa, die feuerfester, besser aufladbar und leistungsfähiger bei niedrigen Temperaturen sein sollen und deren Natrium sich günstiger und klimafreundlicher etwa aus Bergbaurückständen gewinnen lässt. Oder Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP), die kein Kobalt und Nickel benötigen und auf die etwa der US-Elektroautopionier Tesla setzt. Forscher experimentieren noch mit weiteren Rohstoffen wie Schwefel, Magnesium, Silizium oder Kunststoffen. Hinzu kommen Verfahren, um insbesondere Lithium umweltfreundlicher zu gewinnen.

Bleibt die Frage nach dem Recycling: Wohin mit ausgedienten Akkus? Zunächst können diese auch nach ihrem Leben als E-Auto-Batterie meist noch als Stromspeicher genutzt werden, sogar jahrelang. Und die Wiederverwertung alter Akkus lohnt sich, da sich so nicht nur Stahl, Aluminium und Kunststoffe, sondern auch seltene Bestandteile wie Lithium, Nickel, Kobalt und Kupfer zurückgewinnen lassen. Immer mehr Firmen und Start-ups beschäftigen sich daher mit dem Thema Akku-Recycling. ECOreporter wird auch solche Unternehmen vorstellen. Teils bauen auch Batteriehersteller selbst entsprechende Sparten auf, nicht zuletzt, um in der Materialbeschaffung zu sparen.

Weltmarktführer bei der Batteriefertigung ist der chinesische Konzern CATL (Contemporary Amperex Technology Co. Limited). Dieser ist zwar börsennotiert, allerdings nur in China, und die Aktie ist auch nur dort handelbar. ECOreporter verzichtet daher auf eine detaillierte Vorstellung von CATL. Im ersten Teil der neuen Batterie-Serie betrachtet die Redaktion stattdessen Samsung SDI aus Korea und die deutsche Varta AG. Während der eine Konzern schon ein Schwergewicht der Akku-Branche ist, steigt der andere gerade erst in das Geschäft ein.

Samsung SDI

Der südkoreanische Bildschirm-, Batterie- und Akku-Hersteller Samsung SDI wurde 1970 unter dem Namen Samsung-NEC gegründet. Der Konzern ist Teil der Samsung Gruppe, Südkoreas größter Firmengruppe. Deren bekanntestes Unternehmen ist Samsung Electronics, der weltweit größte Hersteller von Fernsehern und Smartphones.

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