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ASML streicht Diversitätsziele in den USA
Der niederländische Halbleitermaschinen-Hersteller ASML reiht sich ein in die Riege der Konzerne, die ihre Ziele für mehr Gleichberechtigung herunterdampfen, um Donald Trump zu gefallen. Die Aktie legt weiter zu.
ASML hat seine Diversitätsvorgaben für die USA zurückgezogen, behält aber immerhin seine globalen Zielsetzungen bei. In diesem Jahr will das Unternehmen im Rest der Welt bei Neueinstellungen und Beförderungen einen Frauenanteil von 24 Prozent erreichen. Zudem sollen bis 2026 14 Prozent aller Top-Führungspositionen weiblich besetzt sein. Die Streichung der US-Ziele erfolgte wegen der neuen regulatorischen Vorgaben aus Washington, die bei Verstößen unter anderem Handelsbeschränkungen in den USA vorsehen.
Im Spannungsfeld zwischen den USA und China
19 Prozent der ASML-Belegschaft sind in den Vereinigten Staaten beschäftigt. Der Konzern steht bereits seit Jahren unter besonderer Beobachtung der US-Regierung, weil er der einzige Anbieter von Chip-Anlagen der neuesten Generation ist, mit denen KI-fähige Hochleistungshalbleiter gefertigt werden können. Die USA haben bereits mehrfach die niederländische Regierung dazu gedrängt, den Export von ASML-Maschinen nach China einzuschränken, und auch selbst Ausfuhrverbote erlassen. Mittlerweile darf der Konzern seine leistungsstärksten Anlagen nicht mehr an chinesische Kunden liefern. Die Vereinigten Staaten befürchten, dass China hochentwickelte KI-Systeme für militärische Zwecke nutzen würde.
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Nach erheblichen Verlusten zwischen Juli 2024 und April diesen Jahres befindet sich die ASML-Aktie wieder auf Erholungskurs. Im Jahresvergleich notiert sie 31 Prozent im Minus, auf drei Monate gesehen 16 Prozent im Plus. Langfristig ist sie gut gelaufen, in den letzten fünf Jahren hat sich ihr Wert verdoppelt. Heute startete die Aktie mit einem Plus von 2,1 Prozent und einem Kurs von 705,50 Euro in den Tradegate-Handel (Stand 15.7.2025, 9:42 Uhr).
Der KI-Boom beschert ASML seit Jahren hervorragende Geschäftszahlen, im ersten Quartal 2025 verdoppelte sich der Gewinn fast. Mögliche US-Zölle und Marktkorrekturen im überhitzten KI-Sektor könnten für Rückschläge sorgen, grundsätzlich schätzt ECOreporter die Aussichten für ASML wegen der klaren Technologieführerschaft des Konzerns aber weiter als gut ein.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie für 2025 ist mit 28 nicht niedrig, bei einem langen Anlagehorizont aber noch vertretbar.
ASML Holding N.V.: ISIN NL0010273215 / WKN A1J4U4
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