Olaf Lampson (l.) und Florian Kollewijn bilden der Vorstand der Chancen eG. Die Genossenschaft peilt in diesem Jahr die Gewinnzone an. / Foto: Unternehmen

  Anleihen / AIF

Bildungsgenossenschaft Chancen eG meldet starkes Wachstum und großes neues Projekt

Die Chancen eG hat ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 vorgelegt. Die Bilanzsumme hat sich 2020 gegenüber dem Vorjahr um ungefähr 52 Prozent auf rund 24 Millionen Euro erhöht. Die Genossenschaft finanziert inzwischen mehr 1.000 Studierenden ihre Ausbildung. Nun steht die Chancen eG vor einem „gewaltigem Schritt“.

Der Jahresfehlbetrag ist nach Angaben der Chancen eG für das Geschäftsjahr 2020 planmäßig auf rund 110.000 Euro gesunken (2019: Verlust von rund 192.000 Euro). Für 2021 peilt die Bildungsgenossenschaft nach ihrer Startphase die „schwarze Null“ an.

Ende 2020 arbeitete die Chancen eG mit 37 Bildungspartnern zusammen (Vorjahr 27), davon rund knapp zwei Drittel Hochschulen und gut ein Drittel Bootcamps. Der Schwerpunkt der gewählten Studiengänge liegt den Angaben nach auf Gesundheits- und IT-Berufen: 85 Prozent aller von der Chancen eG finanzierten Studierenden streben Abschlüsse in einem dieser beiden Bereiche an. Die Chancen eG finanziert Studierenden dabei die zu entrichtenden Studienbeiträge vor.

Künftig sollen auch Lebenshaltungskosten finanziert werden

Die Bildungsgenossenschaft will bis 2025 die Zahl ihrer Studierenden auf 2.500 mehr als verdoppeln. Nach fünf Jahren Aufbauarbeit hat sich die Chancen eG „nun ein großes Projekt vorgenommen“. Der Vorstand der Genossenschaft erläutert im Vorwort zum aufgestellten Jahresabschluss 2020: „Wir wollen den Umgekehrte Generationenvertrag (UGV) auch als Finanzierung für die Lebenshaltungskosten eines Studiums anbieten und somit für Studierende aller Hochschulen in Deutschland öffnen. Das ist ein gewaltiger Schritt für uns: organisatorisch, rechtlich und auch finanziell. Beim letzten Punkt erhoffen wir “Starthilfe” von der EU, die für diese Art der Bildungsfinanzierung erstmalig Bürgschaften für Investoren vergibt. Doch auch wenn wir diese Starthilfe bekommen (die finalen Konditionen werden noch verhandelt), bleibt für uns genügend zu tun. Wir hoffen, dass wir dies zum Wintersemester 2021/2022 erstmalig anbieten können.“

Zudem plant die Chancen eG laut ihrem Vorstand, über ihre Tochtergesellschaft Chancen International den Umgekehrten Generationenvertrag nun im großen Stil auch in Afrika einzusetzen und in den nächsten drei Jahren 10.000 Studierende in Ruanda, Südafrika und Kenia zu finanzieren.

Die Chancen eG hat 2019/2020 eine Bildungsanleihe angeboten und vollplatziert. Im umfangreichen ECOanlagecheck zu dem Anleiheangebot erfahren Sie unter anderem mehr zum Geschäftsmodell der Genossenschaft, dem Konzept des Umgekehrten Generationenvertrags und zur gesellschaftlichen und sozialen Wirkung des Bildungsinvestments.

Die Anleihe der Chancen eG kann an der Börse gehandelt werden. Mehr dazu erfahren Sie hier:

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