Stromheimspeicher von Siemens. / Foto: Unternehmen

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Braucht Siemens Milliarden-Kredite?

Der Münchener Industriekonzern Siemens bemüht sich einem Medienbericht zufolge in der Corona-Krise um Milliardenkredite. Das verunsichert die Anleger.

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Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider mitteilte, führt Siemens derzeit mit mehreren Banken Gespräche über eine neue Kreditlinie von 3 Milliarden Euro zur Bewältigung der Viruskrise. Eine tragende Rolle bei der Finanzierung soll dabei die französische Großbank BNP Paribas spielen. Beide Seiten äußerten sich auf Anfrage von Bloomberg nicht zu der Angelegenheit.

Laut Bloomberg gibt es aber auch Gespräche mit anderen potenziellen Kreditgebern aus Europa, Amerika und Japan. Und: Das Kreditvolumen könnte sogar noch höher ausfallen, sollten die Banken entsprechende Angebote machen.

Siemens-Chef Joe Kaeser hatte sich Mitte März hinsichtlich der Auswirkungen der Pandemie noch demonstrativ zuversichtlich gegeben. Siemens sei "ein starkes Unternehmen mit einer hohen Liquidität“, so Kaeser. Zu Beginn der Woche schloss der Noch-Chef außerdem Stellenstreichungen aus. Und erklärte, der Konzern könne sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Gespräche über neue Kredite klingen da weniger optimistisch. Wie ECOreporter berichtete, könnte sich der geplante Börsengang von Siemens Energy zudem verzögern. In Siemens Energy sollen das Kraftwerksgeschäft des Konzerns und der Windradbauer Siemens Gamesa zusammengeführt werden.

Diese Neuigkeiten scheinen Anleger zu verunsichern. Zwar notiert die Siemens-Aktie heute so wie alle 30 Dax-Werte im Plus. Und auch der Sprung über die 80-Euro-Marke gelingt nach Mittwoch wieder. Doch die Zugewinne fallen im Tradegate-Handel mit einem Plus von 3,5 Prozent auf nun 80,72 Euro (17.4.2020, 17:29 Uhr) im freundlichen Marktumfeld eher verhalten aus.
Die Siemens-Aktie liegt auf einen Monat gesehen damit zwar 20 Prozent im Plus, im Jahresvergleich aber 25 Prozent im Minus. Seit die Weltgesundheitsorganisation WHO am 30. Januar den Corona-Notstand ausgerufen hat, hat die Aktie ungefähr 28 Prozent an Wert verloren. Lesen Sie hier, warum ECOreporter derzeit von einem Kauf der Siemens-Aktie abrät.

Siemens ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Dividendenkönige. Der Konzern steht allerdings unter Beobachtung durch die ECOreporter-Redaktion. Zum ausführlichen Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

Siemens AG: ISIN DE0007236101 / WKN 723610

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