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Nachhaltige Aktien, Erneuerbare Energie, Aktien-Favoriten
Energiekontor verkauft schottisches Windparkprojekt an Uniper
Das Bremer Erneuerbare-Energien-Unternehmen Energiekontor hat ein schottisches Windparkprojekt im Südwesten des Landes an den Düsseldorfer Energieversorger Uniper verkauft. Nun will der ECOreporter-Aktien-Favorit den Park gemeinsam mit Uniper bauen.
Zu finanziellen Details des Geschäfts machte Energiekontor keine Angaben. Der Windpark soll laut Unternehmen eine Leistung von rund 46 Megawatt erreichen und jährlich etwa 158 Gigawattstunden (GWh) Strom liefern – rechnerisch genug, um mehr als 66.000 durchschnittliche Haushalte zu versorgen.
Verzögerungen bei Verkäufen
Energiekontor hatte bereits 2023 mit dem Windparkprojekt erfolgreich an einer Ausschreibung des britischen Energieministeriums teilgenommen. Das Projekt wird demnach von einem an die Inflation gekoppelten Einspeisetarif profitieren.
"Mit dem Verkauf des Projekts können wir nun mit Uniper in die Realisierungsphase gehen", sagte Energiekontor-Chef Peter Szabo. Nach der Inbetriebnahme sollen die Bremer auch die Betriebsführung des Parks übernehmen. Ein Datum für die geplante Fertigstellung teilte Energiekontor nicht mit.
Lesen Sie auch die jeweils zweiteiligen ECOreporter-Übersichten zu Windaktien und zu Solaraktien. Wie die Redaktion die Energiekontor-Aktie aktuell einschätzt, erfahren Sie im folgenden Premium-Bereich.
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Die Energiekontor-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 4,0 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 45,95 Euro (Stand: 11.6.2025, 11:23 Uhr). Im Monatsvergleich notiert die Aktie 5 Prozent im Minus, im Jahresvergleich ging es für den Kurs um 31,8 Prozent abwärts.
Energiekontor hatte im vergangenen Jahr unter Verzögerungen bei Projektverkäufen und damit der Verschiebung von Einnahmen gelitten. Das Unternehmen erzielte daher deutlich weniger Umsatz und Gewinn und kürzte seine Dividende.
Laut Mitteilung zum ersten Quartal befinden sich bei Energiekontor aktuell "mehrere Projekte im In- und Ausland in bereits fortgeschrittenen Verkaufsprozessen". Das Geschäft mit Uniper zeigt nun, dass es hier Fortschritte gibt. Für das Geschäftsjahr 2025 strebt Energiekontor eine Vielzahl von sogenannten Financial Closes an, damit die Projekte für die spätere Veräußerung oder die Übernahme in den Eigenbestand vorbereitet werden können.
Im Rahmen seiner Wachstumsstrategie 2023 bis 2028 will Energiekontor sein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBT) jährlich um durchschnittlich 15 Prozent steigern. Bis zum Geschäftsjahr 2028 soll das EBT damit rund 120 Millionen Euro erreichen und sich gegenüber 2023 rund verdoppeln.
Gut gefüllte Projektpipeline
ECOreporter sieht weiterhin positive Perspektiven für Energiekontor. Die Projektpipeline des Unternehmens ist gut gefüllt, Ende 2024 umfasste sie 11,2 Gigawatt ohne US-Projektrechte. Energiekontor baut auch seinen Bestand an eigenen Grünstromanlagen beständig aus und profitiert damit vom Stromverkauf. Anfang April gründeten die Energiekontor-Gründer Bodo Wilkens und Günter Lammers Stiftungen, um den langfristigen Fortbestand ihrer Aktienanteile abzusichern.
Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) der Aktie liegt für 2025 bei eher niedrigen 9. Grundsätzlich ist ein Einstieg in die Energiekontor-Aktie nach Einschätzung der Redaktion nach wie vor möglich. Anlegerinnen und Anleger sollten aber einen langen Atem mitbringen und zwischenzeitliche weitere Kursrücksetzer aushalten können.
Die Aktie hatte es in den letzten Jahren schwer, seit Juli 2022 hat sich ihr Wert halbiert. Seit November letzten Jahres zeigt sie trotz einiger Schwankungen Anzeichen einer Stabilisierung. Auf fünf Jahre betrachtet hat sich der Kurs mit einem Plus von knapp 120 Prozent mehr als verdoppelt.
Energiekontor ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Porträt des Unternehmens finden Sie hier.
Energiekontor AG: ISIN DE0005313506 / WKN 531350
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