Kohle-Investments werden immer unattraktiver - auch für den Fondsanbieter Erste A.M. / Foto: Pixabay

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Erste Asset Management verzichtet fast komplett auf Kohle – „Nachahmung erwünscht“

Die Fondsgesellschaft Erste Asset Management hat ihre Ausschlusskriterien für Kohle-Unternehmen verschärft. Nur wenige Hintertüren bleiben offen.

Ab 1. Juli 2021 schließt die Erste A.M., eine Tochter der österreichischen Sparkassen-Gruppe, für alle aktiv von ihr verwalteten Publikumsfonds Unternehmen aus, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit dem Fördern oder Verstromen von Kohle erzielen. Ausgenommen sind Firmen, die sich „glaubhaft gemäß dem Pariser Klimaabkommen“ zu einem Ausstieg aus Kohle-Geschäften bis spätestens 2030 verpflichten. Auch Beteiligungen von weniger als 50 Prozent an Kohleunternehmen bleiben bei der Anwendung der Ausschlusskriterien unberücksichtigt.

„Bereits 2016 waren wir eine der ersten Fondsgesellschaften im deutschsprachigen Raum mit einer firmenweiten Kohle-Policy“, sagt Heinz Bednar, Vorsitzender der Geschäftsführung der Erste A.M. „Jetzt setzen wir den nächsten Meilenstein und legen bei unseren Investitionen noch konsequentere Kohlekriterien an. Nachahmung ist ausdrücklich erwünscht, um gemeinsam die Klimakrise zu lösen."

Auch finanziell soll sich die neue Kohle-Richtlinie lohnen: Die Erste A.M. geht davon aus, dass dadurch die langfristigen Anlagerisiken ihrer Fonds sinken werden.

ECOreporter hat mehrere Fonds der Erste A.M. ausführlich analysiert – etwa den Erste Green Invest (hier geht es zum Fondstest) und den Erste (WWF) Stock Environment (Fondstest).

Viele weitere Teste nachhaltiger Aktien-, Misch- und Mikrofinanzfonds finden Sie hier.

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