Erneuerbare Energien haben in der EU 2020 die fossile Stromerzeugung überholt. / Foto: Pixabay

  Erneuerbare Energie, Meldungen

EU erzeugt 2020 erstmals mehr erneuerbaren als fossilen Strom

Die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen in der Europäischen Union legte 2020 um gut 7 Prozent zu und überholte erstmals die fossilen Energieträger. Das ergeben Berechnungen von Eurostat, dem statistischen Amt der EU. Der Kohleverbrauch sinkt weiter deutlich.

Die erzeugte Menge von Strom aus regenerativen Quellen stieg gegenüber 2019 um 7,4 Prozent auf rund 1,05 Millionen Gigawattstunden (GWh). Fossile Energieträger produzierten mit rund 1,02 Millionen GWh etwa 10 Prozent weniger als 2019. Atomstrom lag mit 683.183 GWh auf dem niedrigsten Wert seit 1990.

Kohle sinkt weiter deutlich

Stark entwickelte sich besonders die Photovoltaik. Sie lieferte 2020 insgesamt 15,5 Prozent mehr Strom und wuchs klar am stärksten. Die Windenergie legte, wie auch die Wasserkraft, um gut 8 Prozent zu.

Die Stromerzeugung aus fossilen Energien ist in Europa kontinuierlich zurückgegangen, nachdem sie 2007 mit knapp 1,6 Millionen GWh – 54 Prozent mehr als 2020 – ihren Höhepunkt erreicht hatte.

Im krassen Gegensatz zum Trend der Vorjahre steht hingegen ein massiver Rückgang des Verbrauchs von Erdöl und Erdölprodukten und ein moderater bei Erdgas. Die vorläufigen Daten für 2020 zeigen, dass der Verbrauch von Erdöl und Erdölprodukten im Vergleich zu 2019 um 12,9 Prozent gesunken ist. Im Vergleich zum Jahr 2005 verzeichnete er 2020 einen Rückgang von 23,1 Prozent. Weniger betroffen war der Erdgas-Verbrauch mit einem Rückgang von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Einsatz von Braunkohle sank 2020 gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent, der von Steinkohle um 18 Prozent. Gegenüber 2005 wurde 2020 insgesamt 45 Prozent weniger Braunkohle verbraucht, bei Steinkohle waren es 51 Prozent. Als Gründe für den Rückgang im vergangenen Jahr nennt Eurostat die Corona-Pandemie und die Kohlepolitik vieler Länder.

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