Dialysepatienten sind in der Corona-Pandemie besonders gefährdet. / Foto: Fresenius

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Fresenius: Dialyse-Tochter unter Druck – Aktie verliert deutlich

Der Gesundheitskonzern Fresenius sieht seine Ziele für 2020 erreicht und rechnet im laufenden Geschäftsjahr 2021 mit einer stabilen Entwicklung. Schlechte Aussichten der Tochter Fresenius Medical Care (FMC) sorgen bei beiden Unternehmen aber für einen Kurseinbruch.

Für das auf die Anteilseigner entfallende Konzernergebnis prognostiziert FMC für 2021 einen Rückgang um bis zu 25 Prozent. Der Grund sind die tragischen Auswirkungen der Corona-Pandemie: Es zeigte sich, dass Covid-19-Erkrankungen bei Dialysepatienten gehäuft tödlich enden.

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Mit den neuerlich steigenden Infektionszahlen beschleunigte sich dieser Trend zuletzt insbesondere in Nordamerika und Europa. So spricht FMC von einer "deutlichen Erhöhung der Covid-19-bedingten Patientenübersterblichkeit im November und Dezember 2020", die voraussichtlich auch in der ersten Jahreshälfte 2021 anhalten werde. Neben der Zahl der Blutwäschen werde voraussichtlich auch die Auslastung der Klinikinfrastruktur sinken.

Die FMC-Aktie ist im Tradegate-Handel aktuell 13,5 Prozent im Minus und steht bei 56,00 Euro (Stand: 2.2.2021, 10:08 Uhr). Auf Wochensicht ist die Aktie damit 5,5 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 6,3 Prozent verloren.

Dividende soll 2021 steigen

An ihren mittelfristigen Zielen bis 2025 will FMC ebenso wie die Konzernmutter Fresenius festhalten. Für 2020 hat Fresenius laut Mitteilung nach vorläufigen Zahlen die zuvor bereits gesenkten Ziele erfüllt. Der Konzern hatte währungsbereinigt ein Wachstum des Umsatzes von 3 bis 6 Prozent in Aussicht gestellt. Das bereinigte Konzernergebnis war am unteren Ende der Spanne von minus 4 bis plus 1 Prozent prognostiziert worden.

Für 2021 strebt der Gesundheitskonzern währungsbereinigt ein "gesundes Umsatzwachstum" an. Zudem beabsichtigt Fresenius, die Serie von bisher 27 Dividendenerhöhungen in Folge fortzusetzen. Im letzten Jahr hatte der Konzern eine um 5 Prozent erhöhte Dividende von 0,84 Euro (Vorjahr 0,80 Euro) an seine Aktionäre ausbezahlt.

Die Fresenius-Aktie steht im Tradegate-Handel aktuell bei 34,27 Euro und ist damit 5,4 Prozent im Minus zum Vortag (Stand: 2.2.2021, 10:19 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 5,1 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 21,1 Prozent an Wert verloren.

ECOreporter sieht die Fresenius-Aktie nach wie vor als attraktives Langfristinvestment für Anlegerinnen und Anleger, die zwischenzeitliche Kursverluste verkraften können. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2020 von 10 ist die Aktie weiterhin günstig bewertet.

Lesen Sie hier auch den ECOreporter-Überblick Nachhaltige Gesundheitsaktien: Bis zu 41 Prozent Plus.

Fresenius ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Dividendenkönige. Zum ausführlichen Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

Fresenius SE:   ISIN DE0005785604 / WKN 578560

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