Armaturen von Geberit. Das Unternehmen erzielt weiterhin Rekordgewinne, weil das Baugewerbe in Europa boomt. / Foto: Geberit

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Geberit erhöht Preise und Prognose

Der Sanitärtechnikkonzern Geberit hat in diesem Jahr seinen Gewinn bislang deutlich gesteigert und rechnet damit, die eigenen Erwartungen zu übertreffen. Weil gestiegene Rohstoffkosten in den letzten Monaten auf die Marge drückten, kündigt das Schweizer Unternehmen jetzt allerdings Preiserhöhungen an.

Geberit plant, die Preise seiner Produkte im vierten Quartal um weitere 1,5 Prozent anzuheben. Bislang sind die Verkaufspreise in diesem Jahr bereits um 3,5 Prozent gestiegen. Geberit rechtfertigt die Aufschläge mit höheren Ausgaben – alleine im dritten Quartal seien die Kosten für Metalle, Kunststoffe, Energie und Transport um mehr als 15 Prozent gestiegen. Aufs Gesamtjahr gesehen rechnet die Konzernleitung mit einem Anstieg der Rohstoffpreise um 13 Prozent.

In den letzten Monaten liefen die Geschäfte für Geberit sehr gut. In den ersten drei Quartalen 2021 stieg der währungsbereinigte Umsatz zum Vorjahr um 17 Prozent auf knapp 2,7 Milliarden Schweizer Franken (2,56 Milliarden Euro). Der Gewinn legte um knapp 30 Prozent auf 653 Millionen Franken (619 Millionen Euro) zu.

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Trotz der gestiegenen Kosten hat Geberit seine Jahresprognose angehoben: Der Konzern rechnet jetzt mit einem Umsatzplus von 12 bis 14 Prozent und einer Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) von 30 bis 31 Prozent. Bislang war Geberit von einem niedrigen zweistelligen Umsatzanstieg und einer EBITDA-Marge zwischen 28 und 30 Prozent ausgegangen.

Die Geberit-Aktie kostet am Handelsplatz Lang & Schwarz aktuell 679,20 Euro (Stand 4.11.2021, 9:55 Uhr). Auf Monatssicht notiert die Aktie knapp 7 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 35 Prozent zugelegt. Auf drei Jahre gesehen hat sich der Kurs fast verdoppelt.

Geberit steht zwar wirtschaftlich gut da und dürfte auch in den nächsten Jahren solide Ergebnisse erzielen. Das aktuell sehr hohe Gewinn-Niveau wird der Konzern, der derzeit vom Bau- und Heimwerker-Boom profitiert, aber möglicherweise nicht dauerhaft halten können. Daher ist die Aktie nach Einschätzung von ECOreporter mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2021 von 33 nicht günstig bewertet. Defensiv ausgerichtete Anlegerinnen und Anleger sollten auf Kursrücksetzer warten.

Die Geberit-Aktie ist wie die meisten Schweizer Aktien derzeit in EU-Ländern nur eingeschränkt handelbar. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Geberit ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Mittelklasse-Aktien. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

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Geberit AG: ISIN: CH0030170408 / WKN: A0MQWG

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