Die Nachfrage nach Hafermilch ist weiterhin hoch, aber die Oatly-Aktie kann nicht davon profitieren. / Foto: Oatly

  Nachhaltige Aktien

Hafermilch-Aktie Oatly: Verlust fast verdreifacht

Der schwedische Milchersatzhersteller Oatly schreibt weiterhin dunkelrote Zahlen. Wie entwickelt sich die Aktie?

Oatly produzierte im ersten Quartal 2022 121 Millionen Liter Haferdrinks und erzielte einen Umsatz von 166 Millionen US-Dollar. Das sind 19 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2021. Besonders gut entwickelte sich das Geschäft in Amerika, wo der Umsatz um 40 Prozent zulegte. Weniger Wachstum als erwartet verzeichnete der Konzern in China, strenge Corona-Maßnahmen schränkten dort den Handel ein.

Oatlys Nettoverlust stieg im ersten Quartal von 32,4 Millionen Dollar im Vorjahr auf 87,5 Millionen Dollar. Als Gründe nennt das Management hohe Investitionen, gestiegene Kosten in allen wesentlichen Unternehmensbereichen und eine Unterauslastung von Fabriken wegen Lieferkettenproblemen und Corona-Erkrankungen. Zudem zahlte Oatly im Berichtszeitraum aktienbasierte Vergütungen in Höhe von 10 Millionen Dollar.

Für das Gesamtjahr 2022 rechnet der Konzern mit einem Umsatzanstieg um ungefähr 40 Prozent auf etwa 900 Millionen Dollar. Bis Jahresende will Oatly seine Produktionskapazität auf 900 Millionen Liter pro Jahr erhöhen.

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Die Oatly-Aktie läuft weiterhin nicht gut. Seit dem Höchststand im Juni 2021 ist der Kurs um fast 85 Prozent eingebrochen. Ein nachhaltiges Ende des Abwärtstrends ist bislang nicht erkennbar. Aktuell kostet die Aktie im Tradegate-Handel 3,69 Euro (Stand 5.5.2022, 10:39 Uhr).

Ein großes Problem für Oatly ist der hohe Wettbewerbsdruck . Mehrere Großkonzerne und Discounterketten sind in den letzten Jahren ins wachstumsträchtige Geschäft mit Milchersatzprodukten eingestiegen, Danone beispielsweise hat Hersteller wie Alpro und Provamel aufgekauft. Und die meisten Konkurrenten bieten ihre Hafermilch günstiger an als Oatly. Das können auch Kooperationen mit Starbucks und der Deutschen Bahn nicht ausgleichen.

ECOreporter hatte bereits beim Börsengang zur Vorsicht bei der Oatly-Aktie geraten. Nach Einschätzung der Redaktion ist das Papier auch weiterhin ein riskantes Investment und trotz der hohen Kursverluste nach wie vor zu teuer.

Lesen Sie hier auch unseren Überblick zu veganen Aktien.

Oatly Group AB ADR:

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