Der Elektro-Kleinvan von Canoo hat sich bislang am Markt nicht durchsetzen können. / Foto: Canoo

  Nachhaltige Aktien, Wachhund

Pleite-Gefahr bei Canoo: Aktie verliert 43 %

Die Situation beim US-Elektroautobauer Canoo bleibt prekär: Die Verluste sind weiterhin hoch, die Umsätze überschaubar, die Konten nicht gut gefüllt.

Canoo verkaufte 2023 nur 22 Fahrzeuge, unter anderen an die NASA und den Staat Oklahoma. Den Einnahmen von 886.000 US-Dollar standen hohe Kosten gegenüber, unter dem Strich blieb ein Nettoverlust von knapp 303 Millionen Dollar.

Auch die Aussichten sind eher verhalten: Canoo kalkuliert in diesem Jahr zwar mit einem deutlichen Umsatzanstieg auf 50 bis 100 Millionen Dollar. Marktbeobachter hatten im Schnitt aber mit 150 Millionen Dollar gerechnet.

Das Geld ist knapp

Zudem warnt das Unternehmen davor, dass es wegen Geldmangel möglicherweise den Geschäftsbetrieb nicht wird aufrechterhalten können.

Die Canoo-Aktie hat gestern in den USA nachbörslich 43 Prozent verloren und sackte bis auf 2,23 Dollar ab. Im außerbörslichen Handel der Baader Bank kostete sie am Gründonnerstag, als die neuen Zahlen noch nicht vorlagen, 3,30 Euro. An regulären europäischen Börsen ist die Aktie seit Anfang März nicht mehr erhältlich.

ECOreporter rät weiterhin vom Kauf der Canoo-Aktie und auch aller anderen Papiere von Elektroauto-Start-ups ab. Die Marktbedingungen für junge Branchenfirmen sind derzeit schlecht, auch wegen der Preisschlachten zwischen großen Herstellern wie Tesla und BYD. Selbst einst vielversprechende Firmen wie Fisker kämpfen derzeit ums Überleben.

Lesen Sie das ECOreporter-Dossier Tesla, BYD, Nio, Polestar: 10 Elektroauto-Aktien im Crash-Test.

Canoo Inc.: ISIN US13803R2013 / WKN A4078W

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