SolarEdge ist auf die Fertigung von Solar-Wechselrichtern spezialisiert, bietet aber auch umfangreiche Software-Lösungen für Solarsysteme an. / Foto: SolarEdge

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SolarEdge kauft Software-Plattform Hark Systems

Der israelische Solarkonzern und ECOreporter-Aktien-Favorit SolarEdge übernimmt das britische IT-Unternehmen Hark Systems. Lohnt sich derzeit ein Kauf der SolarEdge-Aktie?

Hark Systems bietet in Abo-Modellen unter anderem Software an, mit der Besitzer von Solaranlagen die Leistung ihrer Kraftwerke analysieren und optimieren können. Zu den Kunden des 2016 gegründeten Unternehmens gehören einige der großen britischen Supermarktketten.

Mit der Übernahme will SolarEdge sich im Geschäft mit Energiemanagement-Systemen breiter aufstellen. „Wir können unseren Kunden damit zusätzliche Dienstleistungen anbieten“, sagt SolarEdge-Chef Zvi Lando.

Über den Kaufpreis haben SolarEdge und Hark Systems Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme soll im zweiten Quartal 2023 abgeschlossen werden.

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Die SolarEdge-Aktie hat auch im schwierigen Börsenjahr 2022 weiter an Wert gewonnen. Auf zwölf Monate gesehen legte sie 8 Prozent zu. Langfristig ist der Kurs stark gestiegen: auf drei Jahre um fast 200 Prozent, auf fünf Jahre um mehr als 730 Prozent. Zuletzt befand sich die Aktie in einer kleinen Korrekturphase, im Monatsvergleich hat sie knapp 8 Prozent abgegeben. Am gestrigen Dienstag ging sie mit einem Preis von 270,30 Euro aus dem Tradegate-Handel.

ECOreporter sieht SolarEdge wirtschaftlich weiterhin gut aufgestellt. Der Konzern ist breit diversifiziert, verkauft neben Wechselrichtern und Software bereits seit Jahren auch komplette Solaranlagen mit Energiespeichern. Beim Umsatz hat das Unternehmen in den ersten neun Monaten 2022 die Erwartungen deutlich übertroffen. Wegen gestiegener Kosten in allen Unternehmensbereichen und hoher Forschungsaufwendungen ging der Nettogewinn zurück, bewegte sich aber nach wie vor in einem vertretbaren Rahmen.

Die SolarEdge-Aktie ist derzeit allerdings mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das Geschäftsjahr 2022 von 108 klar zu teuer. Für 2023 rechnen Marktbeobachter mit steigenden Gewinnen, das KGV soll aber auch in diesem Jahr mit 44 sehr hoch ausfallen. Wer schon investiert ist, sollte die Aktie halten und Schwankungen aussitzen. An einem Neueinstieg interessierten Anlegerinnen und Anlegern rät ECOreporter, auf sinkende Kurse zu warten.

Welche Solaraktien derzeit am attraktivsten sind, erfahren Sie in unserem Branchenüberblick Das sind die besten Solaraktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

SolarEdge ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Mittelklasse. Ein ausführliches Unternehmensporträt finden Sie hier.

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SolarEdge Technologies Ltd.:  

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