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Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten
Stryker: Mehr Umsatz, weniger Gewinn – Zölle belasten
Der US-Medizintechnikkonzern Stryker hat im ersten Quartal 2025 mehr Umsatz erzielt, wegen der US-Zölle aber weniger Gewinn gemacht. Der ECOreporter-Aktien-Favorit passt deshalb seine Jahresprognose an: Beim Umsatz ist er optimistischer, der Gewinnausblick wird gesenkt.
Im ersten Quartal erzielte Stryker einen Umsatz von 5,9 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut Unternehmen ist das vor allem auf einen deutlich gestiegenen Absatz und – in geringerem Maße – auf höhere Preise zurückzuführen. Zuletzt hatte Stryker noch immer von Nachholeffekten nach der Corona-Krise profitiert.
Zölle belasten Gewinnprognose
Der Nettogewinn lag mit 654 Millionen Dollar um 17 Prozent unter dem Wert des ersten Quartals 2024. Im Nettoergebnis sind unter anderem "Aufwendungen für Akquisitions- und Integrationsaktivitäten, Abschreibungen auf erworbene immaterielle Vermögenswerte, Strukturoptimierung und andere Sonderaufwendungen" enthalten. Bereinigt um diese Posten stieg der Gewinn um 14 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten.
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Für das Gesamtjahr erhöhte Stryker seine Prognose für das Umsatzwachstum auf eine Spanne von 8,5 bis 9,5 Prozent von zuvor 8 bis 9 Prozent. Das Management begründete die Anhebung mit der weltweit hohen Nachfrage.
Gleichzeitig senkte der Konzern die Erwartungen für den um Sondereffekte bereinigten Gewinn je Aktie auf eine Spanne von 13,20 bis 13,45 Dollar. Zuvor war Stryker von 13,45 bis 13,70 Dollar ausgegangen. Der neue Ausblick berücksichtigt "einen Zollabfluss von etwa 200 Millionen Dollar".
Ohne die US-Zölle wäre der Gewinn im laufenden Jahr "ohne Frage" gestiegen, wie Stryker-Chef Kevin Lobo erklärte. Sollten die Zölle deutlich gesenkt werden, könnten Investoren mit einer Anhebung des Ausblicks rechnen. In der Prognose seien auch die Lieferunterbrechungen aus dem ersten Quartal berücksichtigt, die voraussichtlich anhalten würden.
Die Stryker-Aktie notierte am Freitagnachmittag 2,8 Prozent im Minus zum Mittwoch bei 320,70 Euro (Stand: 2.5.2025, 15:58 Uhr). Im Monatsvergleich ist die Aktie 1,0 Prozent im Plus, auf Jahressicht stieg der Kurs um 6,3 Prozent.
ECOreporter schätzt Stryker weiterhin als grundsätzlich aussichtsreiches Investment ein. Das Unternehmen ist weltweit gut positioniert und schafft es abseits von Sonderbelastungen durch die US-Politik, attraktive Margen zu erzielen. Nachdem die Aktie im Januar und Februar mehrere Allzeithochs markierte, ist sie seit Anfang März im Korrekturmodus. Auf fünf Jahre betrachtet hat sich der Kurs aber noch immer rund verdoppelt.
Auch das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie für 2025 ist mit 32 hoch. Angesichts der erhöhten Unsicherheiten durch Zölle und Handelsbeschränkungen sollten defensive Anlegerinen und Anleger mit einem Einstieg eher abwarten. Weitere Rücksetzer können Kaufgelegenheiten bieten. Die erwartete Dividendenrendite für 2025 liegt bei knapp 1 Prozent. Das ist nicht viel, Stryker steht aber für verlässliche Ausschüttungen: Das Unternehmen hat seine Dividende in den letzten 15 Jahren jedes Jahr erhöht.
Stryker gehört zu den ECOreporter-Favoriten-Aktien der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Zu unserem Unternehmensporträt gelangen Sie hier. Lesen Sie auch den Überblick Nachhaltige Dividendenkönige: Bei diesen Aktien kann sich der Einstieg jetzt lohnen.
Stryker Corp.: ISIN US8636671013 / WKN 864952
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