Der Kurs der UmweltBank-Aktie hat zuletzt stark nachgegeben. / Foto: UmweltBank

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

UmweltBank: Aktie verliert nach Halbjahreszahlen weitere 3,4 %

Die UmweltBank hat ihre Geschäftszahlen für die Monate Januar bis Juni veröffentlicht. Wie schon im Vorfeld angekündigt ist der Gewinn deutlich gesunken. Ist die Aktie der Nürnberger Nachhaltigkeitsbank trotzdem ein aussichtsreiches grünes Investment?

Die UmweltBank erzielte im letzten Halbjahr einen Nettogewinn von knapp 1,5 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 9,1 Millionen Euro. Hauptgründe für den starken Rückgang sind Investitionen von 4 Millionen Euro in das neue Kernbanksystem, ein um 4,5 Millionen Euro niedrigeres Zins-, Finanz- und Bewertungsergebnis und gestiegene Personalkosten. Positiv auf den Gewinn wirkten sich die um zwei Drittel gesunkenen Steueraufwendungen aus.

Laut Angaben der UmweltBank waren die Geschäfte im ersten Halbjahr „maßgeblich geprägt von einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld“ sowie den vor allem technischen Umstrukturierungen im Unternehmen. Die Bank investiert in diesem Jahr rund 10 Millionen Euro in ihr neues Kernbanksystem, das Mitte Oktober in Betrieb gehen soll.

Mehr Kredite, weniger Kundeneinlagen

In der ersten Jahreshälfte finanzierte die UmweltBank neue Projekte mit einem Kreditvolumen von 397 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 325 Millionen Euro. Während die Nachfrage nach privaten Baufinanzierungen schwach blieb, lag das Volumen der Erneuerbare-Energien-Kredite über den Erwartungen.

Die Kundeneinlagen bei der Bank gingen im ersten Halbjahr um 4 Prozent auf knapp 3 Milliarden Euro zurück. Das Gesamtvolumen der Kundendepots sank von 791 auf 736 Millionen Euro.

Bereits letzte Woche hatte die UmweltBank ihre Jahresprognose gesenkt und einen Ausfall der diesjährigen Dividende in Aussicht gestellt (ECOreporter berichtete hier).

Die Bank erwartet für 2023 nur noch einen Vorsteuergewinn von 1 Million Euro. Bislang lag die Prognose bei ungefähr 20 Millionen Euro. Hauptgrund für die Absenkung ist laut einer Unternehmensmitteilung „die Entscheidung des Vorstands, die bislang für das zweite Halbjahr 2023 geplante Veräußerung von Beteiligungsprojekten zu verschieben, um am Markt bessere Preise zu erzielen“.

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