In China enden die Subventionen für Elektroautos Ende des Jahres. / Foto: BYD

  Nachhaltige Aktien

US-Investor Buffett verkauft erneut BYD-Beteiligungen

Der US-Finanzkonzern Berkshire Hathaway baut seine Beteiligung an dem chinesischen Elektroauto- und Batterie-Hersteller BYD weiter ab. Der Grund sind sich absehbar verschlechternde Bedingungen für die BYD-Geschäfte.

Hinter Berkshire Hathaway steht der Multimilliardär und Star-Investor Warren Buffett, der 2018 bei den Chinesen eingestiegen war und bis September diesen Jahres 225 Millionen Aktien hielt. Seitdem reduziert er seine Beteiligung an BYD.

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Insgesamt wurden 3,23 Millionen BYD-Aktien für 630,33 Millionen Hongkong Dollar (HKD; 79 Millionen Euro) verkauft, wie laut Medienberichten aus Unterlagen der Hongkonger Börse (Hongkong Stock Exchange) hervorgeht. Die Beteiligung von Buffett an BYD sank demnach von 16,28 auf 15,99 Prozent.

Es ist schon der zweite Aktienverkauf durch Berkshire Hathaway in diesem Monat. Am 8. November hatte die Gesellschaft rund 5,8 Millionen BYD-Aktien für 1,1 Milliarden HKD (142 Millionen Euro) veräußert.

Kursrücksetzer können Chancen bieten

Die staatlichen Subventionen für den kauf von Elektroautos in China laufen zum Jahresende aus, das dürfte den Absatz von BYD negativ beeinflussen. Gleichzeitig gab das Unternehmen Preiserhöhungen für seine Fahrzeuge im Umfang von 2.000 bis 6.000 Yuan (272 bis 817 Euro) bekannt.

Die BYD-Aktie kostet im Tradegate-Handel aktuell 21,63 Euro und ist damit 0,4 Prozent im Minus zum Vortag (Stand: 23.11.2022, 9:39 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 9,2 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 40,3 Prozent an Wert verloren.

BYD expandiert im Pkw-Geschäft aktuell stark international – 2021 verkaufte der Konzern 600.000 elektrische Fahrzeuge, in diesem Jahr sollen es 1,5 Millionen sein. Rechnet man Plug-in-Hybride hinzu, setzt BYD sogar mehr Fahrzeuge ab als Tesla. Ein großer Vorteil des Konzerns: Er stellt seine Antriebsbatterien selbst her. Und die sind qualitativ so hochwertig, dass sie mittlerweile sogar Tesla in einige seiner Autos einbaut.

Allerdings schafft das Ende der chinesischen Subventionen Unsicherheiten. Zudem befürchten Investoren, dass der Markt für Elektrofahrzeuge in China künftig stärker reglementiert werden könnte. Und wie hoch die Nachfrage außerhalb Chinas sein wird, bleibt noch abzuwarten.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 34 ist die Aktie noch immer hoch bewertet, nähert sich aber einem Niveau an, ab dem ein Einstieg für risikobereite Anlegerinnen und Anleger interessant werden könnte. Weitere Kursrücksetzer können hier Chancen eröffnen.

Mehr zu Chancen und Risiken von Elektrofahrzeug-Aktien erfahren Sie in den ECOreporter-Überblicken  Tesla, BYD, Lucid: 20 Elektroauto-Aktien im Crash-Test und Junge Elektroauto-Aktien: Mit Karacho vor die Wand?

BYD baut nicht nur Elektrofahrzeuge, das Unternehmen fertigt auch die dafür benötigten Batterien selbst. Einen Überblick zu Akkubauern und -recyclern bietet die Redaktion hier: Batterien für Elektroautos: Welche Aktien sind jetzt attraktiv?

BYD Company Limited: 

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