Algonquin erzeugt in Nordamerika Energie aus Wind, Sonne und Wasser und ist auch als Wasserversorger tätig. / Foto: Pixabay, CC0-Lizenz

  Nachhaltige Aktien

Darum hat die Algonquin-Aktie seit Sommer 53 % verloren

Der Börsenkurs des nachhaltigen Energiekonzerns Algonquin ist seit Ende August um mehr als die Hälfte eingebrochen. Wie sind die Aussichten für das kanadische Unternehmen?

Der Kursrutsch begann im August, nachdem Algonquin durchwachsene Zahlen für das zweite Quartal gemeldet hatte (ECOreporter berichtete hier). Auch das dritte Quartal lief nur mäßig, weitere Kursverluste waren die Folge. Aktuell kostet die Aktie im Tradegate-Handel 6,18 Euro (Stand 23.12.2022, 10:08 Uhr).

Mehrere Sondereffekte haben dafür gesorgt, dass Algonquin in diesem Jahr rote Zahlen schreibt. Unter anderem drückten hohe Wertberichtigungen, gestiegene Kreditzinsen, Verzögerungen bei neuen Grünstromkraftwerken und geringere Steuervergünstigungen für Erneuerbare-Energien-Projekte das Ergebnis. Im Tagesgeschäft steht Algonquin weiterhin solide da, auch die bilanzielle Situation ist robust: Vermögenswerten von 17,7 Milliarden Dollar standen Ende September Verbindlichkeiten von 10,9 Milliarden Dollar gegenüber.

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Am meisten stört Investoren offenbar die Aussicht auf möglicherweise sinkende Dividendenrenditen. Algonquin schüttet traditionell hohe Dividenden aus, die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 10 Prozent. Für das Geschäftsjahr 2022 könnte die Rendite auf Basis des aktuellen Aktienkurses und Schätzungen des Unternehmens auf 8,1 Prozent sinken – immer noch ein hoher Wert, der manchen Anlegerinnen und Anlegern aber offenbar nicht reicht.

Trotz der zuletzt negativen Kursentwicklung bleibt die Algonquin-Aktie nach Einschätzung von ECOreporter ein interessantes langfristiges Investment. Wie die meisten Erneuerbare-Energien-Firmen finanziert sich Algonquin überwiegend durch Fremdkapital, etwa Kredite, und muss dafür mittlerweile mehr Zinsen zahlen, weil die Leitzinsen gestiegen sind. Dennoch hat der Konzern realistische Aussichten, auf lange Sicht von der Energiewende zu profitieren. Für 2023 erwarten Marktbeobachter ein eher günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 12. Dazu kommt die wahrscheinlich weiterhin gute Dividendenrendite.

Ein ausführliches ECOreporter-Porträt von Algonquin lesen Sie hier.

Algonquin Power & Utilities Corp: 

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