Die Deutsche Post hat einen Käufer für ihre StreetScooter-Sparte gefunden – und bleibt Abnehmerin für die Fahrzeuge. / Foto: Unternehmen

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Deutsche Post verkauft StreetScooter an Odin Automotive

Die Deutsche Post DHL Group aus Bonn hat einen Käufer für ihre E-Transporter-Tochter StreetScooter gefunden. Wie der Logistikkonzern mitteilt, werden die Rechte und das Know-how zur Produktion der StreetScooter-Fahrzeuge an das internationale Firmenkonsortium Odin Automotive verkauft. Das Geschäft umfasse das geistige Eigentum für die Fahrzeugmodelle der Work-Reihe sowie hundertprozentige Tochtergesellschaften in der Schweiz und in Japan.

Odin ist eine Finanzholding, die von mehreren institutionellen und privaten Investmentpartnern unterstützt wird. Darunter ist auch ein namentlich nicht genannter chinesischer Autohersteller und ein Partner für Auftragsfertigung in Nordamerika. Odin hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres als Favorit für die Übernahme gegolten.

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StreetScooter wurde vor zwölf Jahren im Umfeld der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen gegründet, 2014 übernahm die Post das Start-up zur Elektrifizierung seiner Zustellflotte. Trotz des zwischenzeitlich gestarteten Vertriebs an Dritte sah die Post für StreetScooter nach den ersten Jahren keine wirtschaftliche Perspektive mehr und suchte bereits länger nach einem Käufer oder Partner. Der Konzern trennt sich nicht komplett von der E-Fahrzeug-Firma, er behält 10 Prozent der Anteile.

Teil der Vereinbarung mit Odin ist ein Mindestauftrag der Post über 3.500 Elektrotransporter. StreetScooter betreibt derzeit eine Fertigung in Deutschland mit einer Produktionskapazität von bis zu 30.000 Fahrzeugen pro Jahr. Odin will die Elektrotransporter in den Größen mit acht und 13 Kubikmetern Laderaum weiter herstellen und vertreiben.

Geschäfte laufen prächtig

Die Deutsche Post-Aktie ist im Xetra-Handel aktuell 0,7 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 57,37 Euro (Stand: 5.1.2022, 9:35 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 9,7 Prozent an Wert gewonnen, auf Jahressicht ist sie 40 Prozent im Plus.

Die Deutsche Post DHL Group hat ihre Gewinnerwartungen 2021 viermal angehoben. Der Konzern profitiert weiterhin vom Boom im Online-Handel und einer weltweit steigenden Nachfrage nach Transportdienstleistungen. Das vergangene Jahr dürfte das Unternehmen mit einem erneuten Paketrekord abgeschlossen haben.

Die Post-Aktie läuft nach Einschätzung von ECOreporter aktuell dennoch nicht Gefahr zu überhitzen. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei niedrigen 14. Anlegerinnen und Anleger können mit einer kleinen Position einsteigen, sollten aber die ECOreporter-Ratschläge zum nachhaltigen Investieren in Krisenzeiten beachten.

Die Deutsche Post DHL Group ist eine  ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Lesen Sie auch das ausführliche Unternehmensporträt und das ECOreporter-Dossier Nachhaltige Dividendenkönige: Bei diesen Aktien kann sich der Einstieg jetzt lohnen.

Deutsche Post DHL Group AG: ISIN DE0005552004 / WKN 555200

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