Solarpark von Encavis. Das Unternehmen will europaweit weiter wachsen. / Foto: Encavis

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Encavis kauft zwei baureife Solarparks in Italien

Der Hamburger Wind- und Solarparkbetreiber Encavis erwirbt zwei Solarprojekte mit einer Erzeugungskapazität von zusammen 93 Megawatt (MW) und kommt damit seinen diesjährigen Ausbauzielen näher. Wie läuft die Encavis-Aktie?

Die Solarprojekte befinden sich in der Region Lazio, rund 100 Kilometer nordwestlich von Rom. Beide Projekte sind bereits bis zur Baureife entwickelt. Verkäufer ist das Unternehmen Psaier.Energies aus Brixen in Südtirol, zum Kaufpreis macht Encavis wie in der Branche üblich keine Angaben. Die Norddeutschen wollen den in den Parks erzeugten Strom über zehnjährige Abnahmeverträge (PPAs) vermarkten. Die Betriebsführung der Anlagen soll die Stern Energy SpA aus Parma übernehmen.

„Dieser beträchtliche Zuwachs von insgesamt 93 MW steigert unsere Gesamterzeugungskapazität in Italien auf rund 260 MW und ist zugleich ein guter und frühzeitiger Start, unser ambitioniertes Wachstumsprogramm zur Akquisition von 600 MW Erzeugungskapazität in diesem Jahr umzusetzen“, sagt Encavis-Vorstandsmitglied Mario Schirru. „Italien gehört mit Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Spanien zu den Kernmärkten, auf die wir uns in den kommenden Jahren im Rahmen unserer beschleunigten Wachstumsstrategie bis 2027 mit voller Kraft konzentrieren werden.“

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Wie die meisten Ökostromerzeuger fuhr Encavis im letzten Jahr Rekordgewinne ein und geht für 2023 von etwas schwächeren Margen aus. Bis 2027 will der Konzern seine Erzeugungskapazität von 2,1 auf 5,8 Gigawatt erweitern und entsprechend höhere Umsätze erzielen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Solaranlagen: Im November 2022 kaufte Encavis Photovoltaikprojekte in Schweden und in Spanien, die in den kommenden Jahren gebaut werden sollen.

Ende März erklärte Encavis überraschend, für 2022 keine Dividende ausschütten zu wollen. Das Geld soll stattdessen in den weiteren Ausbau des Anlagenbestands fließen – im aktuell günstigen Marktumfeld eine nachvollziehbare Entscheidung, auch wenn sie die Aktie unter Druck setzt. Im Monatsvergleich ist der Kurs um knapp 6 Prozent gesunken, auf Jahressicht hat er 26 Prozent abgegeben. Langfristig steht die Aktie weiterhin sehr gut da, auf fünf Jahre gesehen beträgt der Wertzuwachs 131 Prozent. Aktuell steht der Kurs im Xetra-Handel bei 15,22 Euro (25.4.2023, 11:23 Uhr).

Encavis ist aus Sicht von ECOreporter zukunftssicher aufgestellt, auch wegen der positiven Entwicklung seiner Vermögensverwaltung Encavis AM. Die zuvor klar überteuerte Aktie verliert seit Ende August 2022 stetig an Wert. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt für 2023 aber immer noch bei hohen 35, für 2024 bei 32. Wer jetzt einsteigt, sollte einen langen Investitionshorizont einplanen.

Encavis ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

Einen Überblick über die Windbranche erhalten Sie im ECOreporter-Dossier Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Encavis AG:

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