Geräte mit Intel-Prozessoren auf der Technikmesse CES 2021. Der Chip-Konzern überzeugte Investoren mit seiner Präsentation. / Foto: Intel

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Intel präsentiert neue Chips – Aktie legt zu

Der Chip-Riese Intel nutzt die Elektronikmesse CES 2021, um das neue Jahr mit einem positiven Signal zu beginnen. Nachdem der US-Konzern im letzten Jahr mit Produktionsproblemen zu kämpfen hatte, kam die Präsentation neuer Chips bei Anlegerinnen und Anlegern gut an.

Intel stellte in der Nacht von Montag auf Dienstag mitteleuropäischer Zeit vier neue PC-Prozessorfamilien vor, die auf Business-, Bildungs-, Spiele- und mobile Anwendungen abzielen. Insgesamt präsentierte der Konzern mehr als 50 neue Prozessoren als Teil seiner 11th Gen Intel Core Serie.

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Auf einer Pressekonferenz auf der in diesem Jahr virtuell veranstalteten CES 2021 sagte Intel Executive Vice President Gregory Bryant, dass die neuen Prozessoren in diesem Jahr in mehr als 500 neuen Desktop- und Laptop-Modellen auftauchen werden. "Sie werden von Intel und seinen Partnern keine "Ein System passt für alle"-Mentalität sehen", so Bryant. "Nur Intel kann diesen Umfang an Designs liefern, weil wir tiefgreifende technische Partnerschaften mit mehr als 150 Unternehmen auf der ganzen Welt haben."

Als weitere Neuigkeit gab Intel auf der CES 2021 bekannt, dass die Produktion der dritten Generation seiner Xeon Scalable-Prozessoren begonnen hat. Die 10-Nanometer-Prozessoren mit dem Codenamen Ice Lake verfügten über innovative Elemente, die die Leistung, Sicherheit und betriebliche Effizienz in Rechenzentren steigern, so das Unternehmen. Die Breite der Schaltkreise auf Chips wird in Nanometern gemessen, das ist der milliardste Teil eines Meters.

Intel mit Problemen

Die Nachrichten wurden an der Börse positiv aufgenommen, im Tradegate-Handel legte die Aktie am gestrigen Dienstag bis zu 4,2 Prozent zu und schloss schließlich 2,7 Prozent im Plus bei 43,61 Euro. Aktuell steht die Intel-Aktie im Tradegate-Handel bei 43,80 Euro und damit kaum verändert zum Vortag (Stand: 13.1.2021, 12:19 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 6,2 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 17,7 Prozent an Wert verloren.

Intel kämpfte 2020 damit, genügend PC-Prozessoren zu produzieren, um die steigende Nachfrage zu befriedigen, die durch den Boom der Heimarbeit und den Anstieg des Fernunterrichts ausgelöst wurde. Das gab dem Konkurrenten AMD die Möglichkeit, Marktanteile zu gewinnen. Ein ausführliches Porträt von AMD lesen Sie hier.

Intel meldete auch eine Verzögerung bei der Produktion von Prozessoren im 7-Nanometer-Segment. Damit liegt der Konzern technisch weiter hinter dem Chipfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSM), der Chips mit kleineren Knotengrößen herstellt.

Zuletzt erhöhten Aktionäre deshalb den Druck auf Intel: Sie fordern wie etwa bei AMD die Abspaltung der reinen Chipfertigung und die alleinige Konzentration auf die Entwicklung.

Die Intel-Aktie tut sich nach ihrem Absturz in 2020 weiterhin schwer, zeigt zu Beginn des Jahres aber leichte Erholungstendenzen: Seit dem Jahreswechsel hat die Aktie rund 10 Prozent an Wert gewonnen.

Aufgrund der Probleme und unklaren Aussichten ist Intel derzeit eine Aktie für risikobereite Anlegerinnen und Anleger. Der Konzern ist allerdings auch weiterhin klar Weltmarktführer bei der Prozessorherstellung und fährt solide Gewinne ein.

Intel ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Dividendenkönige. Lesen Sie hier unser ausführliches Unternehmensporträt.

Intel Corp.:  ISIN US4581401001 / WKN 855681

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