Nordex-Windkraftanlagen in der Türkei. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien

Nordex erwartet hohes Umsatzwachstum

Der Hamburger Windanlagenbauer Nordex meldet gut gefüllte Auftragsbücher und erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen starken Umsatzanstieg. Dennoch könnte die Corona-Pandemie dem Unternehmen einen Strich durch die Rechnung machen. Die Aktie verzeichnet im heutigen Handel ein Plus von mehr als 15 Prozent. Startet nun die Kurserholung?

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Bei Nordex sind derzeit Aufträge für Windräder im Wert von 5,5 Milliarden Euro in der Warteschleife. Das Volumen liegt damit 43 Prozent über dem Vorjahreswert.

Hohes Auftragsvolumen – mehr Umsatz in 2020

Aufgrund des hohen Auftragsvolumens erwartet Nordex für 2020 einen Umsatz in Höhe von 4,2 bis 4,8 Milliarden Euro – ein Plus zum Vorjahr von 28 bis 37 Prozent (Umsatz 2019: 3,28 Milliarden Euro). Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) will Nordex 160 bis 240 Millionen Euro erreichen.

Wie Nordex mitteilt, könne die Prognose aber nur erreicht werden, wenn sich die gegenwärtigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nicht über einen längeren Zeitraum fortsetzen. Sollte es wegen der Pandemie zu "wesentlichen Störungen" des Geschäftsbetriebs kommen, könne eine Korrektur der Prognose erforderlich sein.

Aktie hat 50 Prozent verloren

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie ist die Nordex-Aktie um 50 Prozent gefallen. In den heutigen Handel an der Börse Stuttgart ist sie mit einem Plus von 16,4 Prozent gestartet und steht nun bei 6,79 Euro (24.3.2020, 9:35 Uhr). Aktuell notiert die Nordex-Aktie damit nahe ihres Fünf-Jahres-Tiefs.

Laut dem Erneuerbare-Energien-Informationsdienst Bloomberg New Energy Finance (BNEF) soll der Windkraftausbau weniger stark unter der Corona-Krise leiden als der Solarkraftausbau (mehr zu den Prognosen von BNEF können Sie hier lesen). Der Branchenverband WindEurope prognostiziert mögliche Verzögerungen beim weltweiten Windkraftausbau aufgrund der Corona-Krise.

Aktie riskant

Nordex hat in den letzten beiden Geschäftsjahren die Umsätze kontinuierlich gesteigert. 2019 hat Nordex zwar Verlust gemacht - aber das Unternehmen verfügt über ein Liquiditätspolster von 510 Millionen Euro. Analysten rechnen damit, dass Nordex in diesem Jahr in die Gewinnzone vorstößt.

Ob die Nordex-Aktie jetzt einen Boden ausgebildet hat, ist derzeit nicht seriös einzuschätzen. Risikoaffine Anleger mit langem Anlagehorizont können die aktuellen Kurse zum Einstieg nutzen und sich ein paar Nordex-Aktien ins Depot legen. Defensive Anleger sollten lieber auf die größeren Konkurrenten Vestas oder Siemens Gamesa setzen.

Einige Ratschläge, was nachhaltige Anleger angesichts der aktuellen Börsenturbulenzen tun sollten, hat ECOreporter hier zusammengestellt. Welche Aktien die ECOreporter-Redaktion aktuell empfiehlt, erfahren Sie hier.

Lesen Sie auch den aktuellen ECOreporter-Windaktien-Überblick.

Nordex SE: ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655

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