Die Siemens-Zentrale in München. / Foto: Unternehmen

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Siemens-Joint-Venture will größten Akku der Welt bauen

Bislang unterhält im Süden Australiens Tesla den größten Stromspeicherakku der Welt mit einer Leistung von 100 Megawatt – die sogar noch einmal auf 150 Megawatt ansteigen soll, wie der Konzern unlängst ankündigte. Doch Fluence, ein Joint-Venture von Siemens und dem US-Energieriesen AES, will dem E-Auto-Pionier jetzt den Rang ablaufen.

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Demnach plant das Gemeinschaftsunternehmen ebenfalls in Australien die Installation zweier Lithium-Ionen-Batterien mit einer Leistung von jeweils 250 Megawatt. Die Speicherkapazität soll sich auf jeweils 125 Megawattstunden belaufen, wie es in einem entsprechenden Schreiben an den australischen Energiemarktbetreiber AEMO heißt.

Das Speichersystem soll in den Bundesstaaten Victoria und New South Wales entstehen – falls Fluence den Zuschlag für das Projekt erhält. Dem Unternehmen zufolge könnte die Installation innerhalb eines Zeitraums von 14 bis 18 Monaten erfolgen.

Pläne für neue Super-Akkus gibt es bereits einige: In Kalifornien soll demnächst eine 300-Megawatt-Batterie an den Start gehen, in Florida ist ein 409-Megawatt-Anlage geplant. In Australien arbeitet der französische Erneuerbare-Energien-Konzern Neoen an einem 900-Megawatt-Batteriespeicher.

Und auch in Deutschland gibt es schon ein entsprechendes Projekt: In Baden-Württemberg soll ab 2021 eine Anlage mit 250 Megawatt Leistung geplant sein, wie das Handelsblatt berichtet. Mit den Speichern sollen Schwankungen bei Erneuerbaren Energien ausgeglichen und bestehende Leitungen besser genutzt werden.

Siemens gibt Partnerschaft für Medikamentenproduktion bekannt

Am heutigen Dienstag gab Siemens zudem bekannt, mit dem Anlagenbauer Exyte eine Partnerschaft für den Bau von Biotechanlagen zur Massenproduktion neuer Medikamente geschlossen zu haben.

Die Covid-19-Pandemie stelle die Entwicklung und Massenproduktion von Impfstoffen und Pharmazeutika in bestehenden Produktionsanlagen vor enorme Herausforderungen, teilte Siemens mit. Die beiden Partner wollen standardisierte, schlüsselfertige Lösungen anbieten.

Derzeit werden erste Produktionsanlagen mit Siemens-Technologie und ExyCell-Modulen für die Herstellung von Zell- und Gentherapeutika und von Biologika in China und Europa entworfen.

Im Xetra-Handel liegt die Siemens-Aktie aktuell bei 106,38 Euro und damit 1,62 Prozent im Minus (9.6.2020, 10:25 Uhr). Auf Monatssicht liegt die Aktie 22,40 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 3,72 Prozent gewonnen.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2020 von 19 ist die Siemens-Aktie kein Schnäppchen mehr. Warum ECOreporter derzeit zur Vorsicht bei der Aktie rät, können Sie hier lesen.

Siemens ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Dividendenkönige. Der Konzern steht allerdings unter Beobachtung durch die ECOreporter-Redaktion. Zum ausführlichen Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

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