Stryker stellt auch Krankenliegen her, profitiert aktuell aber vor allem von Corona-Nachholeffekten beim Geschäft mit Implantaten. / Foto: Pixabay

  Nachhaltige Aktien, Aktien-Favoriten

Stryker profitiert von hoher Nachfrage, Gewinn steigt

Der US-Medizintechnikkonzern Stryker hat im zweiten Quartal 2024 mehr Geld verdient als im Vorfeld erwartet. Der ECOreporter-Aktien-Favorit profitiert wie schon im ersten Quartal weiter vor allem von Corona-Nachholeffekten und erhöht seine Prognose.

Zwischen April und Juni erwirtschaftete Stryker laut Mitteilung einen Umsatz von 5,4 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 8,5 Prozent zum Vorjahr. Dieser Anstieg lag laut Stryker nur zu einem geringen Teil an erhöhten Preisen, hauptsächlich stieg der Absatz deutlich. Organisch, also ohne Berücksichtigung von Firmenzukäufen und Wechselkursen, wuchs der Umsatz um 9 Prozent.

Mehr Operationen nach der Corona-Pandemie

Der Nettogewinn des Konzerns stieg um 11,8 Prozent auf 825 Millionen Dollar. Um Sondereffekte bereinigt lag der Gewinn je Aktie bei 2,81 Dollar und damit nach Umfragen der Nachrichtenagentur Reuters leicht über den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten von 2,79 Dollar. Die operative Gewinnmarge bewegte sich mit 19,4 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.

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Stryker stellt unter anderem Implantate wie künstliche Hüft- oder Kniegelenke sowie orthopädische und chirurgische Instrumente und Hilfsmittel zum Patiententransport her. Insbesondere die Nachfrage nach Implantaten ist seit November letzten Jahres sprunghaft angestiegen, da mehr Menschen nun chirurgische Eingriffe durchführen lassen, die während der Corona-Pandemie aufgeschoben wurden.

Seine Prognose für das Gesamtjahr korrigierte Stryker wegen der gut laufenden Geschäfte nach oben. Der Konzern erwartet nun einen organischen Umsatzanstieg von 9 bis 10 Prozent; bislang hatte das Management eine Verbesserung um 8,5 bis 9,5 Prozent in Aussicht gestellt.

Die Stryker-Aktie notiert im Tradegate-Handel aktuell 1,5 Prozent im Minus zum Vortag bei 301,00 Euro (Stand: 31.7.2024, 10:57 Uhr). Auf Monatssicht ist die Aktie 3,1 Prozent im Minus, im Jahresvergleich hat sie 16,8 Prozent an Wert zugelegt.

Aktie ist aktuell teuer

ECOreporter schätzt Stryker als grundsätzlich aussichtsreiches Investment ein. Das Unternehmen ist weltweit gut positioniert und schafft es trotz Finanzierungsproblemen in den Gesundheitssystemen vieler Länder, attraktive Margen zu erzielen. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie für 2024 ist mit 32 allerdings hoch, für 2025 erwarten es Analysten im Schnitt bei 29. Hinzu kommt: Sollten die Corona-Nachholeffekte, die aktuell den Umsatz treiben, nachlassen, könnte das für Enttäuschung am Markt und damit für Kursrücksetzer sorgen.

Interessierte Anlegerinnen und Anleger sollten aktuell eher auf solche Rücksetzer warten oder einen langen Atem mitbringen. Aktionären empfiehlt die Redaktion, die Aktie zu halten. Die erwartete Dividendenrendite für 2024 liegt bei knapp 1 Prozent. ECOreporter hat die Stryker-Aktie in den letzten Jahren mehrfach zum Kauf empfohlen. Seit der Empfehlung im März 2020 bei einem Kurs von knapp 150 Euro hat sich der Wert der Aktie rund verdoppelt.

Stryker gehört zu den ECOreporter-Favoriten-Aktien der Kategorie Nachhaltige Dividendenkönige. Zu unserem Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

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Stryker Corp.: ISIN US8636671013 / WKN 864952

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