Einkaufszentrum von Unibail-Rodamco-Westfield in Düsseldorf. / Foto: Unternehmen

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Unibail-Rodamco-Westfield: Drohen weitere Milliardenverluste?

Am Wochenende veröffentlichte Unibail-Rodamco-Westfield (URW) seine Geschäftszahlen für die ersten neun Monate 2020. Demnach erzielte der französische Konzern von Januar bis September Nettomieteinnahmen von 1,23 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es knapp 2 Milliarden Euro.

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Vor allem die ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr hatten die Umsätze einbrechen lassen, weil viele Ladenbetreiber in den URW-Shoppingcentern ihre Mieten nicht zahlen konnten oder im Zuge staatlicher Hilfsmaßnahmen stunden durften. URW befindet sich nach wie vor mit zahlreichen seiner Mieter in Verhandlungen über Nachzahlungen.

Weil sich durch die Corona-Krise auch der Wert der URW-Immobilien deutlich verringerte, verzeichnete der Konzern in den ersten neun Monaten einen Nettoverlust von 5,45 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte URW einen Nettogewinn von 1,1 Milliarden Euro verbucht.

Wie lange dauern die neuen Lockdowns?

Wie der Rest des Jahres verlaufen wird, hängt vor allem von der Dauer und dem Ausmaß der neuen Corona-bedingten Einschränkungen in den Ländern ab, in denen URW Shoppingcenter betreibt (in erster Linie sind das Frankreich, die USA, Spanien, Deutschland und Großbritannien). Unternehmensangaben zufolge gingen die Besucherzahlen in den Shoppingcentern aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen bereits im September wieder etwas zurück. URW geht davon aus, dass die neuen Restriktionen den leichten Erholungskurs der letzten Monate ausbremsen könnten.

URW will als Teil eines umfangreichen Krisenprogramms auf der Hauptversammlung am 10. November eine Erhöhung des Aktienkapitals um 3,5 Milliarden Euro beschließen. Mehrere Großaktionäre haben sich gegen die Kapitalerhöhung ausgesprochen (ECOreporter berichtete hier).

Die URW-Aktie ist heute mit einem Minus von 2,2 Prozent in den Handel an der Heimatbörse Euronext gestartet und notiert aktuell bei 34,12 Euro (Stand 2.11.2020, 10:13 Uhr). Auf Monatssicht liegt die Aktie 13 Prozent im Plus. Im Frühjahr hatte URW stark an Börsenwert verloren – im Jahresvergleich ist die Aktie immer noch 75 Prozent im Minus. Auf fünf Jahre gesehen hat sie 87 Prozent eingebüßt.

Wegen der unklaren Aussichten des Konzerns rät ECOreporter derzeit von einem Einstieg in die URW-Aktie ab.

Eine Übersicht zur Entwicklung nachhaltiger Immobilienaktien finden Sie hier.

Unibail-Rodamco-Westfield ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Dividendenkönige. Zum ausführlichen Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

Unibail-Rodamco-Westfield N.V.: ISIN FR0013326246 / WKN A2JH5S

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