Warum nicht mal eine schöne Weihnachts-Aktie als Geschenk unter den Baum legen? / Bild: Pixabay

04.12.18 Aktientipps , Aktien-Favoriten

Fünf Enkel-Aktien für Weihnachten: Das können Sie den Sprösslingen schenken

ECOreporter stellt Ihnen fünf nachhaltige Weihnachtsaktien für eine solide und langfristige Geldanlage vor.

Johnson & Johnson

Der Medikamenten- und Drogeriebedarfshersteller Johnson & Johnson ist ein Healthcare-Gigant: Das US-Unternehmen bietet von Augentropfen bis hin zu Wundheilmitteln an, was dem Körper gut tun soll. Und das weltweit. Insgesamt beschäftigt Johnson & Johnson mehr als 134.000 Mitarbeiter. Der Konzern gehört zu den wertvollsten Unternehmen überhaupt, die Marktkapitalisierung liegt bei 340 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Das wertvollste Unternehmen im DAX (SAP) bringt knapp 112 Milliarden Euro auf die Waage.

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Dividenden: Natürliche Schönheit ohne Finanz-Kosmetik

In den vergangenen zehn Jahren erzielte "JnJ" eine Kurs-Steigerung von mehr als 260 Prozent (in Lokalwährung US-Dollar; 290 Prozent Kurszuwachs in Euro). Dazu kommt noch eine Dividendenrendite von durchschnittlich 2,7 Prozent. Der Konzern mit Sitz in New Brunswick im US-Bundesstaat New Jersey hält seine Ausschüttungsquote konstant bei unter 60 Prozent des erzielten Jahresgewinns. Umsatz und Gewinn wurden in den letzten zehn Jahren jedes Jahr gesteigert oder blieben nur knapp unter den Vorjahreszahlen. So dürfte auch in den nächsten Jahren die Dividende weiter ansteigen. Der Konzern zählt zu den sogenannten Dividendenaristokraten. Das sind Unternehmen, die seit mindestens 25 Jahren ihre Dividende jedes Jahr gesteigert haben. In diesem Jahr wurde das 56. Jahr in ununterbrochener Folge die Dividende erhöht.

Im Geschäftsjahr 2017 erzielte Johnson & Johnson einen Umsatz von mehr als 76,4 Milliarden US-Dollar (umgerechnet knapp 67,2 Milliarden Euro). Der Gewinn lag bei fast 24,8 Milliarden US-Dollar (21,8 Milliarden Euro). Einziger Wermutstropfen: Für das Geschäftsjahr 2016 musste JnJ einen Umsatzrückgang melden.

Enkel-Aktie mit Potenzial

Johnson & Johnsons Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt auf Basis des erwirtschafteten Gewinns in 2017 bei 17,4. Das ist noch im Rahmen, die Aktie ist noch nicht zu teuer. Die Dividendenrendite liegt beim gestrigen Schlusskurs an der New York Stock Exchange (3.12., 22:00 Uhr) von umgerechnet 128,05 Euro bei 2,5 Prozent. Die Dividende wird, für US-Unternehmen üblich, quartalsweise ausgezahlt.

Johnson & Johnson ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Dividendenkönige. Zum ausführlichen Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

Johnson & Johnson Corp.: ISIN US4781601046 / WKN 853260

SAP: Wer’s etwas aufregender mag

Das Geschäftsfeld von SAP: Software für Unternehmen, IT-Dienstleistungen und "Datenwolken" (engl. Cloud). Der Konzern ist in diesen Bereichen international etabliert. Das lässt regelmäßig die Kassen beim größten deutschen Unternehmen klingeln (Marktwert 112 Milliarden Euro).

"Global Player" am Software-Markt

Von Anfang Dezember 2008 bis heute (4.12.2018) erzielte die SAP-Aktie eine Kurs-Steigerung von mehr als 351 Prozent. Schwächephasen gab es selten, da der Konzern mit Sitz im baden-württembergischen Walldorf bei Stuttgart Jahr für Jahr gut wirtschaftet und vor allem wächst. SAP kauft regelmäßig Unternehmen auf oder erwirbt große Beteiligungen. Zuletzt kaufte SAP das nicht börsennotierte US-Unternehmen Qualtrics, einen Cloud-Spezialisten, für umgerechnet 7 Milliarden Euro.

SAP zahlte in den vergangenen zehn Jahren eine Dividende von durchschnittlich 1,4 Prozent im Bezug auf den Aktienkurs am Tag der Ausschüttung. Die Dividende entspricht einer Ausschüttungsquote von im Schnitt 40 Prozent.

SAP will künftig 40 Prozent oder mehr des Konzerngewinns nach Steuern ausschütten (bisher waren es über 35 Prozent nach Steuern). Seit dem Gang an die Börse im Jahr 1988 beteiligt SAP die Aktionäre über eine Dividende am Unternehmenserfolg. In diesem Zeitraum wurde die reguläre Dividende nie gesenkt.

Der Gesamtjahresumsatz von SAP betrug 2017 23,5 Milliarden Euro (2016: 22,1 Milliarden Euro). Der Gewinn lag bei fast 6,8 Milliarden Euro (2016: 6,6 Milliarden Euro).

Kursschwankungen möglich

SAP ist zum aktuellen Kurs von 92,03 Euro je Anteilsschein (4.12., 10:00 Uhr) eine ordentliche Enkel-Aktie. Beschenkte sollten mit kleineren Kursschwankungen rechnen.

Das KGV liegt bei 20,4 - für ein Technologie-Unternehmen ist das noch nicht zu hoch (Zum Vergleich: Das KGV von Konkurrent Microsoft liegt bei fast 27.) Die Dividendenrendite von SAP liegt auf Basis der letzten Geschäftszahlen für 2017 bei 1,6 Prozent.

SAP ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Dividendenkönige. Zum ausführlichen Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

SAP SE: ISIN DE0007164600 / WKN 716460

Canadian National Railway: Von guten Geschäften in Nordamerika profitieren

Die USA sind seit einiger Zeit in aller Munde. Nicht nur wegen US-Präsident Donald Trump, der immer wieder mit fragwürdigen Meldungen auf sich aufmerksam macht, sondern auch wegen der zuletzt stark angezogenen Wirtschaft. Das spielt dem kanadischen Konzern Canadian National Railway in die Karten. Das Unternehmen bringt Güter auf die Bahn, und das durch ganz Nordamerika.

Canadian National Railway aus Montreal, gegründet 1918, ist die größte kanadische Eisenbahngesellschaft. Ihr Streckennetz von etwa 32.200 Kilometern würde von der Länge her fast reichen, um den Erdball zu umrunden. Auch in den USA fahren die Züge von Canadian National: Das dortige Tochterunternehmen, die Grand Trunk Corporation, ermöglicht vor allem Transporte von den Großen Seen im Norden der USA bis zum Golf von Mexiko.

Die Aktie der Canadian National Railway ist in etlichen Nachhaltigkeitsfonds enthalten, auch in solchen mit sehr strengen Kriterien. Das Unternehmen beschäftigt fast 24.000 Mitarbeiter. Der Konzern gehört zu den wertvollsten Unternehmen im kanadischen Aktienindex TSX 60, die Marktkapitalisierung liegt bei umgerechnet fast 55,9 Milliarden Euro.

Ausschüttungsquote lässt viel Spielraum für Dividendensteigerungen

Die Züge von Canadian National Railway sind immer auf Fahrt - gilt das auch für die Geschäftszahlen? In den vergangenen zehn Jahren erzielte Canadian National Railway eine Kurs-Performance von mehr als 530 Prozent (in Lokalwährung Kanadischer Dollar (CAD), 580 Prozent Kurs-Performance in Euro) und gehört damit zu den besten Kurs-Raketen der ECOreporter-Favoriten-Aktien. Zum satten Kursplus kommt noch eine Dividendenrendite von durchschnittlich 1,6 Prozent, die in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 15 Prozent pro Jahr angehoben wurde. Sehr eindrucksvoll! Damit das so bleibt, hält der Konzern seine Ausschüttungsquote konstant bei unter 30 Prozent des erzielten Jahresgewinns.

Umsatz und Gewinn wurden in den letzten zehn Jahren jedes Jahr gesteigert. So dürfte auch in den nächsten Jahren die Dividende weiter im zweistelligen Prozentbereich ansteigen. Canadian National Railway zahlt seit 1995 quartalsweise eine Dividende an seine Aktionäre aus. In den letzten 22 Jahren (seit dem Gang an die Börse 1995) wurde die Dividende jedes Jahr angehoben.

USA sollten weiterhin Wachstum bringen

Im letzten Geschäftsjahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 8,3 Prozent auf über 13 Milliarden CAD (umgerechnet knapp 8,6 Milliarden Euro) (Umsatz 2016: 12,1 Milliarden CAD, etwa 8 Milliarden Euro). Das Betriebsergebnis kletterte von 5,3 Milliarden CAD (Geschäftsjahr 2016, umgerechnet 3,5 Milliarden Euro) auf 5,5 Milliarden CAD (Geschäftsjahr 2017, 3,6 Milliarden Euro). Eine Verbesserung von 3,8 Prozent. Dabei profitierte der Konzern vor allem von der US-Steuerreform von Donald Trump.

Vertrauen in die US-Wirtschaft

Canadian National Railway ist eine gute Aktie zum Verschenken und bietet zum aktuellen (4.12., 9:00 Uhr) Aktienkurs von umgerechnet 112,90 CAD (74,90 Euro) ein schönes Geldgeschenk für die Liebsten. Langfristig sollte der Kurs höher stehen als heute, sofern die Geschäfte in den USA weiterhin laufen.Großartige Schwankungen sind nicht zu erwarten. In der Zwischenzeit gibt‘s alle drei Monate eine Ausschüttung.

Canadian National Railways KGV liegt auf Basis des erwirtschafteten Gewinns in 2017 bei 20. Das ist in Ordnung, sofern die US-Wirtschaft weiterhin gut läuft. Die Dividendenrendite liegt beim gestrigen Schlusskurs (3.12., 23:45 Uhr) von umgerechnet 75,24 Euro bei 1,7 Prozent. Die Dividende wird, für kanadische Unternehmen üblich, quartalsweise ausgezahlt.

Canadian National Railway ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Dividendenkönige. Zum ausführlichen Unternehmensporträit gelangen Sie hier.

Canadian National Railway AG: ISIN CA1363751027 / WKN 897879

Coloplast: Seit mehr als 25 Jahren am Markt

Der Medizintechnik-Konzern Coloplast verbessert mit seinen Produkten die Lebensqualität von kranken Menschen. Außerdem ist das dänische Unternehmen Nachhaltigkeitsführer in seiner Branche. 1957 wurde die Coloplast A/S von einem Kunststofffabrikanten gegründet, 1983 ging sie in Kopenhagen an die Börse.

Das Unternehmen stellt hauptsächlich Medizinprodukte her, beispielsweise zur Stomaversorgung, für Inkontinenzen oder Wundversorgung. Bei Kathedern, Urin- und Stomabeuteln liegt der Anteil des dänischen Unternehmens am Weltmarkt bei rund 40 Prozent. Coloplast ist sehr kundenorientiert: So sollen beispielsweise etwa 90 Prozent aller Produktentwicklungen auf Anregungen von Kunden zurückgehen. Kunden sind vor allem Krankenhäuser und medizinische Fachhändler, aber auch Arztpraxen, Apotheken und Privatleute. Und das weltweit in über 30 Ländern. In Deutschland bietet Coloplast mit dem Geschäftsbereich Siewa häusliche Pflegedienstleistungen an. Siewa berät und beliefert auch Kunden mit Produkten aus den Bereichen Stoma- und Inkontinenzversorgung, Ernährungstherapie sowie Wundversorgung.

Beinahe 1.000 Prozent Wertzuwachs

Die Marktkapitalisierung von Coloplast liegt bei umgerechnet 17,4 Milliarden Euro. In den vergangenen zehn Jahren erzielte der Konzern mit Sitz im dänischen Humblebaek ein Kursplus von mehr als 915 Prozent (in Handelswährung Euro), eine fast unglaubliche Leistung.

Coloplast zahlt seit 1989 Dividenden. In den letzten neun Jahren ist die Ausschüttung kontinuierlich gestiegen. Einen Wermutstropfen stellt lediglich die hohe Ausschüttungsquote dar: Zwischen 2007 und 2017 lag sie bei durchschnittlich 76 Prozent des erwirtschafteten Gewinns.

2016 und 2017 erreichte das Unternehmen einen Gewinn pro Aktie von 14,8 Dänischen Kronen (DKK) (fast 2 Euro) und 17,9 DKK (etwa 2,40 Euro). Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) konnte Coloplast von 4,85 Milliarden DKK (etwa 651 Millionen Euro) auf mehr als 5 Milliarden DKK (über 671 Millionen Euro) verbessern.

Gute Geschäfte weiterhin möglich

Mit Umsatz- und Gewinnsteigerungen im geringen einstelligen Prozentbereich rechnet Coloplast nach eigenen Angaben für die Jahre 2018 bis 2020. 2018 soll erstmalig ein Betriebsergebnis von mehr als 5,2 Milliarden DKK (umgerechnet fast 700 Millionen Euro) und 2020 die Marke von mehr als 6 Milliarden DKK (knapp 800 Millionen Euro) Umsatz erreicht werden.

Alternative zu den Etablierten

Coloplast ist ein attraktives Geldgeschenk für den Weihnachtsbaum. Die Aktie bietet zum aktuellen Kurs von umgerechnet 88 Euro je Aktie (4.12., 10:00 Uhr) eine schöne Alternative zu den großen und etablierten Dickschiffen wie Johnson & Johnson, SAP und Canadian National Railway. In einigen Jahren, also unter langfristigen Gesichtspunkten, sollte der Kurs höher stehen als heute. In der Zwischenzeit gibt‘s Jahr für Jahr eine ordentliche, hohe Dividende (aktuelle Dividendenrendite: 2,6 Prozent).

Das KGV ist mit 34,1 ambitioniert. Beschenkte sollten einen sehr langfristigen Anlagehorizont im Blick haben.

Coloplast ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Mittelklasse-Aktien. Zum ausführlichen Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

Coloplast A/S: ISIN DK0060448595 / WKN A1KAGC

Geberit: Langweilig, aber lukrativ

Hochwertige Sanitärtechnik - das ist die Spezialität der Geberit AG. Der Konzern hat seinen Sitz in Rapperswil-Jona in der Schweiz. Er beschäftigt mehr als 12.000 Mitarbeiter in rund 50 Ländern. Das Unternehmen wurde 1874 von Caspar Melchior Albert Gebert in Rapperswil gegründet.

In seinem Installationsbetrieb stellte Gebert 1900 einen Spülkasten aus Holz her. Diese Idee und ihre Weiterentwicklungen im Bereich der WC-Keramik in England führten dazu, dass Toiletten in Häusern installiert werden konnten. 1952 wurde der erste Spülkasten aus Kunststoff eingeführt. Ein Jahr später folgte die Eintragung von "Geberit" als Markenname.

In über 100 Ländern vertreten

Produkte von Geberit sind in über 100 Ländern erhältlich. Dazu gehören Sanitärsysteme wie Spülkästen und Armaturen, Rohrleitungssysteme und das Geberit Aqua Clean, ein Dusch-WC. Die Produktionsstandorte liegen unter anderem in China, Deutschland, Indien, Italien, den USA sowie der Schweiz.

Eine der wenigen Aktien, die man einfach liegen lassen kann

Die Geberit-Aktie erzielte in der Lokalwährung Schweizer Franken (CHF) in den vergangenen zehn Jahren einen Wertzuwachs von 350 Prozent (475 Prozent Kurszuwachs in Euro). Für ein Unternehmen aus einer eher klassischen, "langweiligen" Branche ist das sehr gut.

In 2017 sank Geberits Gewinn je Aktie gegenüber dem Vorjahr um rund 5,7 Prozent auf 14,1 CHF. Der Umsatz wuchs hingegen um 3,5 Prozent auf mehr als 2,9 Milliarden CHF (umgerechnet etwa 2,5 Milliarden Euro). Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) schrumpfte leicht um 2,6 Prozent von 686,5 Millionen CHF (2016) auf 669 Millionen CHF (vorläufige Unternehmenskennzahlen zum Geschäftsjahr 2017).

Übernahmen sollen Zukunft sichern

Geberit ist in Europa Marktführer. Weltweit wächst das Unternehmen stark. Um seine Marktposition in Europa weiter auszubauen, hat der Konzern 2015 den finnischen Sanitärkeramikhersteller Sanitec für 9,7 Milliarden Schwedische Kronen (rund 1,06 Milliarden Euro) übernommen.

Das KGV liegt mit 22,2 leicht unter dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre. Als Weihnachtsgeschenk für die Liebsten lohnt sich der Kauf der Geberit-Aktie. Die Dividendenrendite ist beim aktuellen (4.12., 10:00 Uhr) Kurs von umgerechnet 346 Euro mit 2,9 Prozent hoch. Der Geberit-Vorstand hat Dividendensteigerungen für die Folgejahre in Aussicht gestellt.

Geberit ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Reihe Mittelklasse-Aktien. Zum ausführlichen Unternehmensporträt gelangen Sie hier.

Geberit AG: ISIN CH0030170408/ WKN A0MQWG

 

 

 

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