Das verkaufte Projekt ist ein Repowering-Windpark, bei dem alte Windkraftanlagen durch neue ersetzt werden. / Symbolfoto: Energiekontor

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Energiekontor verkauft Windpark an Encavis – weitere Projekte in Vorbereitung

ECOreporter-Aktien-Favoriten unter sich: Der Bremer Grünstromkonzern Energiekontor verkauft an den Hamburger Solar- und Windparkbetreiber Encavis ein Windparkprojekt in Nordrhein-Westfalen mit einer Erzeugungsleistung von rund 11,2 Megawatt (MW).

Bei dem veräußerten Windpark "Bergheim" handelt es sich um ein Repowering-Projekt, also einen bestehenden Windpark, der mit neuen und leistungsstärkeren Windanlagen aufgerüstet wird. Die beiden neuen Anlagen mit einer Nennleistung von zusammen rund 11,2 MW sollen ab dem ersten vollen Betriebsjahr jährlich rund 28,1 Gigawattstunden Strom erzeugen. Dies deckt nach Angaben von Energiekontor den durchschnittlichen jährlichen Strombedarf von rund 10.000 Haushalten und spart ungefähr 20.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

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Die Inbetriebnahme der beiden Windenergieanlagen ist für Ende des vierten Quartals 2023 geplant. Für den Windpark gilt eine staatlich garantierte Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) für eine Laufzeit von insgesamt 20 Jahren ab Inbetriebnahme.

"Das Repowering-Potenzial in Deutschland steigt mit jedem Jahr", sagt Peter Szabo, Vorstandsvorsitzender der Energiekontor AG. "Wir werden dieses Potenzial auch in Zukunft konsequent nutzen und haben uns bereits weitere attraktive Repowering-Projekte gesichert."

Wie empfehlenswert sind die Aktien von Energiekontor und Encavis?

Im Tradegate-Handel ist die Energiekontor-Aktie aktuell 0,7 Prozent im Plus zum Vortag und kostet 75,10 Euro (Stand: 8.2.2023, 8:47 Uhr). Im Monatsvergleich hat die Aktie 5,8 Prozent an Wert eingebüßt, auf Jahressicht ist sie 23,5 Prozent im Plus.

ECOreporter sieht Energiekontor weiterhin solide aufgestellt. Die Aktie und die Anleihen des Unternehmens sind mittlerweile allerdings keine Selbstläufer mehr, insbesondere weil im Zuge der Zinswende die Finanzierungskosten steigen. ECOreporter hat die Schuldensituation von Energiekontor hier genauer analysiert.

Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis für das noch nicht abgerechnete Geschäftsjahr 2022 von 28 und 25 für 2023 ist die Aktie nicht günstig bewertet. Nach Einschätzung der Redaktion ist sie aktuell nur ein Investment für risikobereite Anlegerinnen und Anleger mit einem langen Investitionshorizont.

Energiekontor ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Grüne Spezialwerte. Ein Porträt des Unternehmens finden Sie hier

Die Energiekontor-Unternehmensanleihe 2022 hat ECOreporter hier analysiert.

Die Encavis-Aktie notiert im Tradegate-Handel aktuell 0,2 Prozent im Plus zum Vortag bei 18,70 Euro (Stand: 8.2.2023, 8:47 Uhr). Auf Monatssicht liegt die Aktie 4,0 Prozent im Plus, im Jahresvergleich hat sie 41,7 Prozent an Wert gewonnen.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2022 steigerte Encavis Umsatz und Gewinn deutlich. Bis 2025 will der Konzern seine Erzeugungskapazität auf 3,4 Gigawatt installierte Photovoltaik- und Windkraftleistung ausbauen und kommt dabei gut voran. ECOreporter sieht die Encavis-Aktie weiterhin als ein starkes Investment, mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 35 für 2022 und 29 für 2023 ist sie aktuell allerdings etwas zu teuer für einen Neueinstieg. Beim aktuellen Ertragsniveau sieht die Redaktion einen moderaten Einstiegspreis bei etwa 15 Euro.

Encavis ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie aus der Kategorie Nachhaltige Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

Einen Überblick über die Windbranche erhalten Sie mit dem ECOreporter-Dossier Die besten Windaktien – wo sich jetzt der Einstieg lohnt.

Energiekontor AG: 

Encavis AG: 

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