Windrad von Senvion: Dem deutsch-luxemburgischen Windradbauer droht die Zerschlagung - die Aktie notiert derzeit auf ihrem Allzeittief. / Foto: Unternehmen

04.09.19 Aktientipps , Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Aktien-Favoriten

Stürmische Zeiten für Windaktien – wo lohnt sich der Einstieg?

Die Windenergie ist weltweit auf dem Vormarsch – aber nicht jede Wind-Aktie ist an der Börse ein Gewinner. ECOreporter liefert heute einen Überblick über die Gewinner und Verlierer der Windkraftbranche.

Die Windanlagenhersteller wie Siemens Gamesa, Vestas, Nordex haben derzeit niedrigere Gewinnmargen als früher; auch Strafzölle und hohe Rohstoffpreise machen ihnen zu schaffen.

Bei Windpark-Projektierern und Windparkbetreibern sieht es anders aus: Durch den weltweit zunehmenden Windkraftausbau und die steigende Nachfrage nach grünem Strom ist dieses Segment der Windkraftbranche an der Börse weiter im Aufwind. Windkraft-Projektierer und Windstromerzeuger sind kaum anfällig für Strafzölle oder steigende Rohstoffpreise. Aber auch bei Aktien von Windanlagen-Projektierern und -betreibern gilt: Anleger sollten Risiken nicht ausblenden.Was bedeutet das für die einzelnen Aktien?

Windanlagenhersteller

Siemens Gamesa verbuchte in diesem Jahr ein Rekord-Auftragsvolumen. Trotzdem sinkt der Aktienkurs. Der deutsch-spanische Windanlagenbauer legte für das Quartal von März bis Ende Juni durchwachsene Zahlen vor. ECOreporter berichtete hier.

Aktuell steht die Siemens Gamesa-Aktie bei 12,36 Euro (3.9., 17:30 Uhr). Auf Sicht von zwölf Monaten ist sie 3,76 Prozent im Minus. ECOreporter rät Neueinsteigern, abzuwarten, bis die Abwärtstendenz der Aktie stoppt. Langfristig sind die Wachstumsaussichten für den deutsch-spanischen Windkraftkonzern gut.

Vestas: Mitarbeiter werden entlassen – Aktie gibt Kursgewinne ab

Für Vestas verdüstert sich gerade die Stimmung. Am 15. August hatte der dänische Windanlagenbauer die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vorgestellt. Vestas hatte demnach im Vergleich zum Vorjahr zwar mehr Aufträge erhalten, Umsatz und Gewinn gingen aber deutlich zurück. Höhere Rohstoffpreise, gestiegene Transportkosten und die Einführung von Strafzöllen haben auch bei Vestas zu einem Kostenanstieg geführt.

Hinzu kommt: Vestas leidet wie die gesamte Windbranche aktuell unter einer schwächelnden Nachfrage aus Europa. Aus diesem Grund hat das dänische Unternehmen 90 Mitarbeiter seines Turbinenwerks im dänischen Ringkobing entlassen.

Die Vestas-Aktie markierte im April ihr 52-Wochen-Hoch bei 82,26 Euro. Seit Veröffentlichung der letzten Zahlen hat die Aktie mehr als 23 Prozent verloren.

Die Vestas-Aktie steht an der Börse Xetra aktuell bei 66,50 Euro. Auf Jahressicht ist die Aktie 11 Prozent im Plus, aber weit unter dem April-Höchstkurs von 82,26 Euro . Die Aktie könnte ihre Talfahrt noch weiter  fortsetzten. Neueinsteiger sollten die Aktie beobachten, bis sie einen Boden ausgebildet hat. Bereits investierte Anleger bleiben dabei.

Vestas ist eine ECOreporter-Favoriten-Aktie der Kategorie Mittelklasse. Ein Unternehmensporträt finden Sie hier.

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Nordex: Aktie legt Rückwärtsgang ein

Nordex beendete das erste Halbjahr 2019 mit einem Nettoverlust von 55,4 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug das Minus 40,3 Millionen Euro. Der Umsatz stieg zwar von 957 auf 991 Millionen Euro. Aber höhere Material- und Personalkosten schmälerten bei dem Hamburger Unternehmen das Ergebnis.

Die Unternehmensleitung geht von einer Steigerung der Erlöse in der zweiten Jahreshälfte aus und rechnet weiterhin mit einem Konzernumsatz von 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro im Gesamtjahr. Der Auftragsbestand ist Nordex zufolge von Ende Juni 2018 bis Ende Juni 2019 von 3,2 auf 7,6 Milliarden Euro angewachsen. Für einen Jahresgewinn wird es allerdings nicht mehr reichen.

Anfang April kletterte die Nordex-Aktie aufgrund der guten Auftragslage auf ihr Zweijahres-Hoch von 15,68 Euro. Aktuell steht die Aktie des Windkraftspezialisten bei 8,84 Euro und hat damit seit ihrem Zweijahres-Höchststand mehr als 40 Prozent an Kurswert eingebüßt.

ECOreporter favorisiert als Langfristanlage die Konkurrenten Vestas und Siemens Gamesa – beide Unternehmen sind deutlich größer als Nordex. Sie haben langfristig bessere Wachstumsaussichten.

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